Die Berliner Rennstrecke AVUS feiert in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum. Parallel zu den Aktivitäten in der Hauptstadt zeigt der PS.SPEICHER in der Ausstellung „Ein rasantes Jahrhundert“ echte Zeitzeugen aus der bewegten Geschichte.
Am 24. September 1921 war Tag eins: das erste Rennen gewinnt Franz Hörner auf einem Benz 10/30 PS Rennwagen in der Klasse X B (Wagen mit bis zu 10 Steuer-PS und hängenden Ventilen). Auf einer Strecke von 157,4 km erreicht er einen Durchschnitt von 118,1 km/h. Damals eine Sensation. von Achim Stahn
Unter dem Titel „Ein rasantes Jahrhundert“ holt das niedersächsische Erlebnismuseum die Geschichte der legendären Berliner Rennstrecke aus der von Politikern in Berlin gewünschten Vergessenheit. Eine Schande, wie in unserer Hauptstadt mit so einer ruhmvollen Zeitspanne umgegangen wird. Doch eine private Investorengruppe will das nun ändern.
Wir schreiben den 23. Mai 1928, es ist 10 Uhr vormittags: eine Rakete mit seitlichen Flügeln zischt mit einem Höllentempo die Berliner Avus entlang. Sekunden vorher hatte der 29-jährige Fritz von Opel 24 Pulverraketen im Heck seines RAK 2 nacheinander gezündet, jagt nun mit einem Feuerschweif an der vollbesetzten Tribüne vorbei.