PS.SPEICHER Einbeck: am 12. September startet die Sonderausstellung „AVUS“ mit originalen Fahrzeugen
Unter dem Titel „Ein rasantes Jahrhundert“ holt das niedersächsische
Erlebnismuseum die Geschichte der legendären Berliner Rennstrecke aus der von Politikern in Berlin gewünschten Vergessenheit. Eine Schande, wie in unserer Hauptstadt mit so einer ruhmvollen Zeitspanne umgegangen wird. Doch eine private Investorengruppe will das nun ändern.
Sie ist älter als der Nürburgring, war
schneller als jede andere Rennstrecke.
Die Rede ist von der AVUS, einst als „Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße“
gedacht.
2021 feiert die einst bis zu
19 Kilometer lange Strecke ihren 100. Geburtstag.
Der PS.SPEICHER und die Initiative „AVUS100“ feiern das Jubiläum mit einer Sonderausstellung.
Ausstellungsleiter Sascha Fillies:
„Die AVUS ist nicht nur
Berliner Historie, sie ist auch deutsches Kulturgut und genießt einen
weltweiten Ruf. Wir präsentieren eine einmalige Auswahl an Exponaten,
die in dieser Form noch nie gemeinsam zu sehen waren.“
Warum Einbeck, erklärt AVUS100-Initiator Ulf Schulz so:
„Der PS.SPEICHER versteht es,
den Besuchern legendäre Geschichten mit Herz und Hand sowie einem guten
Gespür für Ausstellungsästhetik näherzubringen. Zwar liegt er nicht in Berlin, dafür aber zentral, mitten in
Deutschland."
Die Ausstellung in Einbeck ist nur ein Teil des AVUS-Jubiläums:
Im September erscheint das Buch „Ein rasantes
Jahrhundert” von Ulf Schulz.
In Zusammenarbeit mit
Sven Wedemeyer, es erscheint im Prestel-Verlag.
Weitere Geburtstagsaktivitäten:
- Publikumsevent am 24./25. September auf der AVUS Nordkurve
- der Fernsehsender arte bringt Dokumentation im September
- die Deutsche Post bringt eine Sonderbriefmarke
zum 100. Geburtstag
- Hörspiel “Leo und die
Abenteuermaschine”: Kindern wird darin die Erfindung des Autos und die AVUS als
Rennstrecke in Berlin erzählt.
Die Idee kam von Kaiser Wilhelm II.
Bereits 1909 soll er sich nach diversen Gesprächen über die AVUS positiv geäußert haben.
Als Freund der
Industrie war er überzeugt davon, die schnelle Piste am damaligen
Stadtrand könne die noch junge deutsche Auto-Branche stärken.
Den
internationalen Motorsport dominierten längst Frankreich, Italien und
England.
So wurde auf kaiserlichen Befehl ab 1913 eine lange Schneise
durch den Berliner Grunewald geschlagen.
Der erste Weltkrieg vereitelte jedoch einen pünktlichen Start.
Der erste Weltkrieg vereitelte jedoch einen pünktlichen Start.
Erst 1921 ging es mit dem ersten Rennen auf der AVUS los.
Fortan war sie die erste reine
Autostraße der Welt.
Auf zwei lange Geraden, verbunden durch Nord- und
Südkurve.
Das Volk war damals noch mit Kutschen oder Fahrrädern unterwegs.
Das Volk war damals noch mit Kutschen oder Fahrrädern unterwegs.
1926 ging es richtig los
Internationale Bedeutung erhielt die AVUS erstmals 1926.
Die Premiere
des Großen Preises von Deutschland lockte viele bekannte Fahrer.
Das
Publikum kam in Scharen.
Doch nach einem tragischen Unfall mit vier
Toten drohte das motorsportliche Aus.
Noch bevor die AVUS überhaupt
hätte Geschichte schreiben können.
Immerhin nutzte man die langen
Geraden fortan als Schauplatz atemberaubender Rekordfahrten.
Der
Opel-Raketenwagen oder die „Silberpfeile“ kamen gerade recht, als sich
Deutschland auf der Weltbühne zu profilieren versuchte.
Bald schon
wurden Rekorde um die 400 km/h gemessen.
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| 1937: Bernd Rosemeyer im Auto Union Type C Stromlinie in der AVUS-Steilkurve |
Es waren die frühen Sternstunden der AVUS.
Später waren neben Sportwagen und Motorrädern auch die Formel 1, Formel 3 und DTM zu erleben.
1999 fiel die Flagge zum letzten Mal.
1999 fiel die Flagge zum letzten Mal.
Rund um die AVUS war längst
eine moderne Autobahn (A115) entstanden.
Das alte Verwaltungsgebäude ist heute ein Teil vom Rasthof Avus stadteinwärts.
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