Plug-in-Hybrid: die ideale Wahl für Vielfahrer, auch wenn das selbsternannte Grüne ganz anders sehen

Denn die mögen Autos nicht. Doch der PHEV ist ein echter Zauberer. Der hat gleich zwei Antriebsquellen an Bord. Auf langer Strecke bringt der Verbrenner seine Passagiere sicher und zügig (!) ans Ziel, in der Stadt übernimmt der E-Motor den Job. Zu bezahlbaren Preisen.
         von Achim Stahn

 

Mobilität ist ein wichtiger Faktor für unsere persönliche Freiheit.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
Das habe ich schon als kleines Kind gespürt.
Auf jährlichen Urlaubsreisen an die Nordsee, nach Österreich und Italien.
Und ausgiebig genossen.
So wie heute.
 
Ein Leben ohne einfach nutzbares Auto, nein Danke.
Er ermöglicht den Kontakt zur Familie und den Freunden, das unkomplizierte Erleben anderer Länder, Menschen und fremder Kulturen. 
 
SUV aus Deutschland: Auch den Opel Grandland gibt es als Plug-in-Hybrid

Nachhaltige Mobilität

Heute reden alle von nachhaltiger Mobilität, doch was ist das eigentlich. 
Zu aller erst betrifft dies natürlich unser eigenes Verhalten. 
So manche Strecke lässt sich auch zu Fuß erledigen:
zum Beispiel der Weg zum Bäcker am Samstagmorgen. 
Die Kinder können auch per Bus zum Sport fahren. 
Oder sonstwohin tagsüber.
 
Ein weiterer wichtiger Helfer heißt „Motor abschalten wann immer möglich”.
Unglaublich, wie viele an der Tankstelle bei laufendem Motor mal kurz aussteigen um etwas einzukaufen.
Auch am Supermarkt ist das immer wieder zu sehen.
Und eigentlich ständig am Ziel, wenn Chauffierte aus dem Auto steigen, noch ein kleines Schwätzchen oder Tschüss drinnen und draußen halten. 
Der Motor läuft.
 
Oder auch hier:
- an den Taxiplätzen vor dem Bahnhof und sonstwo
- beim Bezahlen des Taxis und Ausladen des Gepäcks
- vor geschlossenen Bahnschranken
- bei roten Ampeln vor Landstraßenbaustellen
Und da gibt es noch vieles, vieles, vieles mehr.
Füllt dicke Bücher!
 
Auch bei der Reise in den Urlaub.
So warten auf Flughäfen bei Außenpositionen die Busse auf ihre Passagiere oft eine Viertelstunde am Terminal. Mit laufendem Dieselmotor. 
Tausende Mal bundesweit.
Tag für Tag.
Von Montag bis Sonntag. 
Von morgens bis abends.
Beim Aussteigen aller am Flieger über etliche Minuten auch.
Natürlich.
 
Sie macht es richtig: erst alles einstellen und anschnallen, denn Motor erst zum Losfahren starten.    Foto: Volvo

Einsparpotenzial riesig, doch ungenutzt

Eine weitere Umweltsünde machen leider die meisten von uns:
sie steigen ins Auto und starten sofort den Motor.
Erst dann wird angeschnallt, kurz noch aufs Handy geschaut usw.
Millionen von Litern könnten Tag für Tag eingespart werden, wenn jeder von uns erst den Schlüssel rumdreht oder den Startknopf drückt, wenn wirklich abfahrbereit.
 
Auch vorausschauendes Fahren ist notwendig für unsere Umwelt. 
Das macht nur eine kleine Minderheit bei uns ganz bewusst.
Die meisten steigen ein und fahren so wie immer.
Und das ist in der Regel nicht gut für unsere Umwelt und den Geldbeutel.
 
Allein diese drei Beispiele sparen ein vielfaches mehr an Kraftstoff und CO2 ein als jedes Autobahn-Tempolimit. 
Doch geredet wird nur darüber.
Schon seit Jahrzehnten.
Aus der gleichen "Pseudo-Gut" Ecke kamen obige drei naheliegenden Verbesserungsvorschläge oder andere gleichfalls einfach umsetzbare Ideen noch nie.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
 
Gängelung, Verbote, drohende Zeigefinger, undemokratisches Verhalten.
Hatten wir alles schon, wollen wir nie (!) wieder. 
 
Mitsubishi Eclipse Cross PHEV: Benziner und zwei E-Motoren leisten zusammen 188 PS. Rein elektrisch kommt er laut NEFZ bis 61 KIlometer weit.    Foto: Achim Stahn

Die Kraft der zwei Herzen

Viel Kraftstoff und CO2 lässt sich auch mit einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug einsparen. 
Oftmals auch PHEV genannt.
Das ist die Abkürzung für den englischen Begriff Plug-in Hybrid Electric Vehicle. 
 
Hier teilen sich Verbrenner und Elektromotor die Arbeit, unterstützt von einer größeren Batterie. 
Die ermöglicht rein elektrische Reichweiten von 50 Kilometern und mehr.  
Damit kommen die meisten zur Arbeit und zurück. 
Oder können Einkäufe erledigen. 
Kinder zum Sport außerhalb fahren.
Freunde im Umfeld auf dem Land besuchen.
 
Auch Allrad ist mit diesem System möglich. 
Dann treibt der Verbrenner die Vorderräder an, der E-Motor sitzt an der Hinterachse.
Betankt wird der Akku an einer normalen Steckdose oder Wallbox daheim oder an öffentlichen Ladesäulen.

Eigene „Tankstelle” ist wichtig

Ein PHEV-Modell ist allerdings nur wirklich sinnvoll, wenn daheim oder auf der Arbeitsstelle eine Stromquelle zu nutzen ist. 
Dann können die meisten Besitzer tagtäglich das ganz Jahr über rein elektrisch zur Arbeit und zurück fahren. 
Emissionsfrei, geräuscharm und umweltschonend.  
Wenn es dann mal weiter gehen soll, springt der Benziner an.
 
Benziner mit Plug-in-Hybridantrieb gibt es in großer Auswahl, Dieselautos kaum noch. 
Audi, Volvo, Range Rover und Peugeot hatten solche im Programm, heute nur noch Mercedes-Benz. 
Hauptgrund sind die Produktionskosten.
Ein Diesel-Hybrid kostet auch wegen der aufwändigen Abgasnachbehandlung deutlich mehr als ein vergleichbarer Benziner. 
Das lohnt sich daher nur für echte und häufige Langstreckenfahrer. 
Doch davon gibt es heute nicht mehr so viele.

 

 

 

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