Weltpremiere von Kia auf der Transporter-IAA in Hannover: der neue PV7 für Familien und Gewerbe

Den rein elektrischen Koreaner PV7 gibt es in zwei Varianten jeweils auch als über 5,3 Meter messende Langversion. Der „Passenger“ kommt mit bis zu neun Sitzplätzen, der „Cargo“ soll im Bereich Transport ebenfalls mit großem Platzangebot, hohen Reichweiten und schneller 800-Volt-Ladetechnologie punkten.
     von Achim Stahn



Der PV7 Passenger richtet sich mit flexiblen Sitzkonfigurationen und Langstreckenkomfort auch an Privatleute mit großem Platzbedarf für Familie und Freizeit. Also an jene, die gerne den Bulli von VW kaufen.



Mit hoher Ladekapazität, niedriger Ladekantenhöhe und besonders nutzerorientierter Konstruktion soll der PV7 Cargo im gewerblichen Einsatz punkten.



Die Markteinführung beider Varianten Ist auf dem Heimatmarkt und in Europa für das zweite Halbjahr 2027 geplant. 

Das ist der erste Schritt, denn die Palette wird zügig ausgebaut.
Zu den 23 Varianten, auf die die PV7-Palette erweitert werden soll, gehören:
- drei Cargo-Versionen (Standard-, Lang- und Hochdachversion) 
- zwei Passenger-Versionen (Standard und lang)
- Chassis Cab (Fahrgestell mit Fahrerhaus) für Spezialanwendungen 
- eine breite Palette an Umrüstmodellen.

Komfortabler Kleinbus

Der PV7 Passenger wurde für große Familien, Transporte von Personal und Hotelgästen, als Shuttle- und Mietwagen vielseitig mit einer Vielzahl von Sitzkonfigurationen plus hohem Komfortniveau entwickelt. 

Die „Long-Rail Easy Remove Seats“ der Siebensitzer-Variante sind mit viel Spielraum längsverschiebbar und bei Bedarf leicht herausnehmbar.
Im Neunsitzer bietet der Verzicht auf die vierte Sitzreihe eine größere Flexibilität im Alltagseinsatz. 


Beim PV7 Passenger: zweifarbige Oberflächen, geschlossene Staufächer, Ambientebeleuchtung (optional) und eine Mittelkonsole (optional), die sich während der Pausen als Tisch nutzen lässt, verleihen dem Innenraum eine gehobene Atmosphäre. 
 
 
Kleine Instrumentenanzeige und ein bis zu 14,6 Zoll großes Zentraldisplay.
Der KI-gestützte Sprachassistent Gleo AI soll die Bedienung von Fahrzeug-, Navigations- und Nachrichtenfunktionen über natürliche Sprache ermöglichen.
 
Die separate Klimaanlage im Fond bietet den Passagieren zusätzlichen Komfort, die leistungsstarken USB-C-Ladeanschlüsse (100 Watt) ebenfalls.

Fit für alle Transportaufgaben 

Der PV7 Cargo wurde mit vergleichsweise hoher Ladekapazität, Zugänglichkeit und Effizienz speziell für Logistik, Lieferdienste und Flotten sowie den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt. Wahlweise mit zwei und drei Sitzplätzen.



Die Langversion mit normal hohem Dach bietet bis zu 6,1 m³ Laderaumvolumen (nach VDA-Standard), die Hochdachversion bis zu 8,0 m³. 
Die maximale Nutzlast beträgt bei der Langversion 1.165 kg, bei der Standardversion sind es 1.200 kg. 



Der Laderaum der Langversion bietet Platz für bis zu drei Europaletten (800 × 1.200 mm) bei einer Ladekantenhöhe von 550 mm. 

Pluspunkt: Für den Transport schwerer Lasten passt ein spezieller Fahrmodus die Fahrzeugleistung den jeweiligen Nutzlastbedingungen, sorgt so für Stabilität. 

Pluspunkt: Die Bodenbeläge sind an unterschiedliche Einsatzzwecke anzupassen.

Pluspunkt: Zum Beladen von hinten stehen wahlweise eine weit öffnende Doppelflügeltür oder weit nach oben schwingende Heckklappe bereit. Zwei seitliche Schiebetüren (optional elektrisch betätigt) gehören ebenfalls zum praktischen Ladekonzept.

Pluspunkt: Eine Trennwand mit Durchlademöglichkeit (nur für Dreisitzer) gibt es auch.

Pluspunkt: Praktisch und zeitoptimierend ist die so genannte „Walk Away Lock“-Funktion. Sie schließt die elektrische Schiebetür an der Seite automatisch, wenn sich der Fahrer mit dem speziellen Autoschlüssel (Smart Key) vom Wagen entfernt.

Der Arbeitsbereich im PV7 Cargo ist klar gegliedert und praktisch konstruiert. So ermöglichen offene Ablagen, dass wichtige Gegenstände stets griffbereit sind. 
Beim Modell mit drei Vordersitzen lässt sich die Rückenlehne vom mittleren Sitz nach vorn umklappen. So entsteht blitzschnell eine vielfältig nutzbare Arbeits- und Ablagefläche.

Mehr zur Technik

Für den Antrieb stehen zwei NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt) zur Wahl, mit 71,5 bzw. 96,2 kWh. Je nach Markt und Konfiguration mobilisiert das serienmäßig frontangetriebene Modell beachtliche 272 PS und 420 Nm Drehmoment. 
Eine Allradvariante mit zwei E-Motoren und daher wohl auch mehr PS soll später folgen. 

Der PV7 Cargo bietet laut internen Messungen von Kia mit dem Langstrecken-Akku eine Reichweite von rund 460 Kilometern.

Dank 800-Volt-Technologie kann der Akku an einer 350-kW-Station in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.

Weiterer Pluspunkt: es gibt Ladeanschlüsse vorn (AC/DC) und hinten (AC optional), was in vielen Park- und Ladesituationen die Flexibilität erhöht. 

Die in der Batterie gespeicherte elektrische Energie lässt sich nicht nur zum Fahren nutzen. 
Dank „Vehicle-to-Load“-Funktion (kurz: V2L) können über leistungsstarke 230-Volt-Steckdosen innen und außen, elektrisch betriebene Werkzeuge, Geschäftsausrüstung, E-Bikes und andere Geräte eingesetzt oder aufgeladen werden können.


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