Mediation statt Gerichtsstreit nach dem Unfall: außergerichtliche Konfliktlösung spart Zeit, Nerven und Geld
Ein Schreck, ein Bremsversuch, ein Krachen: So schnell ein Unfall
im Verkehr passiert ist, so langwierig sind oft die Folgen. Denn wenn
sich die Unfallbeteiligten über die Schuldfrage streiten, kann es zu
einem monate- oder jahrelangen teuren Gerichtsverfahren kommen.
Unterstützung
und finanzielle Absicherung bietet dann eine
Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Doch selbst wer eine hat und den
Prozess am Ende gewinnt, bezahlt das oft mit einem hohen Einsatz an Zeit
und Nerven.
Einvernehmliche Lösung spart Zeit und Geld
Um die Situation im Interesse aller Beteiligten schnell und ohne
emotionale Eskalation zu klären, ist Mediation in vielen Fällen die
bessere Alternative.
Dabei
handelt es sich um ein strukturiertes, außergerichtliches
Gesprächsverfahren, in dem ein neutraler Mediator oder eine neutrale
Mediatorin beide Parteien unterstützt, ihren Konflikt beizulegen.
Einige
Versicherer (etwa die DEVK) haben Mediation mittlerweile als festen
Bestandteil in ihre Verkehrsrechtsschutz-Tarife integriert.
Nach
der Meldung des Konflikts prüft die Versicherung gemeinsam mit dem
Versicherten, ob Mediation infrage kommt. Falls ja, wird innerhalb von
zwei Stunden ein Mediator beziehungsweise eine Mediatorin vermittelt.
Stimmt auch die Gegenseite zu, kann es losgehen.
In
einer fairen, lösungsorientierten und deeskalierenden Atmosphäre wird
dann versucht, ein Ergebnis zu erzielen, dem alle Beteiligten zustimmen
können.
Dieses wird schließlich in einer einvernehmlichen Vereinbarung festgehalten – rechtssicher, aber ohne Gerichtsverfahren.
Unfall richtig dokumentieren
Um bei einer Mediation oder Gerichtsverhandlung die eigene Position gut
vertreten zu können, ist oft das Verhalten am Unfallort entscheidend.
Oberste Priorität haben natürlich die Absicherung der Unfallstelle und Erste Hilfe für Verletzte.
Für die Schadenregulierung und mögliche Rechtsstreitigkeiten ist aber auch eine gute Dokumentation des Unfalls wichtig.
Dafür
Ort, Fahrzeuge und Schäden aus verschiedenen Perspektiven
fotografieren, eine Skizze des Unfallhergangs anfertigen sowie Datum,
Uhrzeit, Straßenzustand und Wetterbedingungen notieren.
Neben
dem Austausch der Personalien und Versicherungsdaten der beteiligten
Personen ist es sinnvoll, die Kontaktdaten möglicher Zeugen
aufzuschreiben.
Und natürlich sollte man den Unfall so schnell wie möglich der eigenen Versicherung melden.
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