Es geht auch ohne Boxermotor und Allrad: der Uncharted ist das erste vollelektrische Kompakt-SUV von Subaru
Auch bei Subaru ist das Thema
E-Mobilität intensiver angekommen. Zudem muss nicht jedes Modell nur mit
Allrad zu haben sein. Das zeigt der neue Uncharted (auf Deutsch: der
Unerforschte), mit Frontantrieb oder Allrad will er bei den beliebten
Kompakt-SUV möglichst gut punkten. Los geht es hier ab 36.990 Euro.
von Gerolf Ermisch
Die Coupé-artige Dachlinie sorgt für Dynamik, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen: Hinter der stark geneigten Kofferraumklappe verbirgt sich ein geräumiges Gepäckabteil mit 404 Litern, das lässt sich ruckzuck bei Bedarf auf 1.331 Liter erweitern.
Das richtige Format
Der 4,54 Meter lange Stromer ist keine komplette eigene Neuentwicklung, dafür hat ein vergleichsweise kleines Unternehmen nicht genug Geld.
Vielmehr
nutzt Subaru als Basis den bereits eingeführten Toyota C-HR+, verpasst
ihm eine in vielen Bereichen eigenständige Optik.
Langer Radstand und flacher Boden sorgen für ein gutes Platzangebot, das Gepäck hinten lässt sich gut verstauen.
Innen geht der Wagen andere Wege als andere.
Statt
durchgängig im Armaturenbrett platzierten Displays gibt es mittig einen
recht großen Multimedia-Bildschirm (14 Zoll), links dahinter sitzt das
Cockpit-Display (7 Zoll) ganz nahe an der Frontscheibe. Ungewohnt, doch
durch das stark unten und oben abgeflachte Lenkrad ist alles gut
erkennbar.
Bei
der Ausstattung gibt sich der Wagen keine Blöße, zwei
Smartphone-Ladeschalen gehören ebenso dazu wie wichtige Assistenzsysteme
um Unfälle zu vermeiden.
Leider fehlt ein Handschuhfach, dafür gibt es Stauraum in der Mittelkonsole.
Der
Wagen ist ordentlich gefedert, beim Einsatz abseits befestigter Wege
zeigte sich die Allrad-Variante bei unseren Fahrten auf einem
Offroad-Gelände erstaunlich leistungsfähig.
An 4x4-Fähigkeiten mangelt es hier nicht.
Dank
hoher Bodenfreiheit (21 cm), „durchschaubarer“ Motorhaube, Bergauf- und
Bergabfahrhilfe bringt einen die Allrad-Version sicher weiter, als man
es ihr auf den ersten Blick zutrauen würde.
Per
Computer wird das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse
automatisch verteilt, um Stabilität, Haftung und Traktion zu
verbessern.
Vor allem in der kalten Jahreszeit ist das auf Schnee und Eis ein Vorteil.
Die Motorisierung
Die
beiden E-Motoren in der Allrad-Variante (ab 47.990 Euro) bringen es
zusammen auf 343 PS. So gestärkt spurtet der Wagen in 5,0 Sekunden von
null auf 100.
Die Antriebsbatterie (77 kWh) ermöglicht in dieser Version Reichweiten laut WLTP im Idealfall bis zu 495 Kilometer.
Dazu kommen noch zwei Modelle mit Frontantrieb.
Das
Reichweitenstärkste mit 224 PS soll mit dem gleichen Akku bis zu 592
Kilometer schaffen, das Basismodell mit 167 PS und deutlich kleinerem
Akku (57,7 kWh) bis 451 Kilometer.
Der kombinierte Energieverbrauch liegt je nach Variante laut WLTP-Zyklus bei 13,7 bis 15,7 kWh auf 100 Kilometer.
So schnell lädt er
Mit
der Schnellladefunktion soll sich die Batterie mit bis zu 150 kW und
integrierter Vorkonditionierung selbst bei kalten Temperaturen in rund
30 Minuten von 10 auf 80 Prozent mit Energie füllen.
Das
in allen Varianten immer serienmäßige Bordladegerät (22 kW) sorgt für
zügiges tanken daheim an der Wallbox und unterwegs an
Wechselstrom-Ladestationen.
Wie bei den meisten Stromern ist auch hier das Höchsttempo begrenzt: 160 bzw. 140 km/h im Basismodell.
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