Ein Stromer mit ausreichender Reichweite: Kia baut mit dem EV2 seine ohnehin beachtliche Modellpalette weiter aus
Kia baut seine ohnehin schon
beachtliche Modellpalette konsequent weiter aus, der von uns gerade
gefahrene jüngste Spross hört auf die Bezeichnung EV2. Das kleinste rein
elektrisch angetriebene Fahrzeug der Marke aus Südkorea haben wir im
schönen Rhein-Main-Gebiet getestet.
Bei
den Elektroautos soll das rund vier Meter lange Modell eine
erstklassige Alternative vor allem für den Einsatz im urbanen Bereich
sein. Also für eher kürzere Strecken.
Attraktive Optik außen wie innen ...
Schon auf den ersten Blick lässt sich der EV2 klar als Kia identifizieren.
Die steil stehende und geschlossene Front wird von weit außen liegenden
Tagfahrlichtern begrenzt.
Dadurch baut der Wagen optisch breit, wirkt
sehr modern.
| Je nach Ausstattungsvariante ist der Kia EV2 in zehn Außenfarben erhältlich. Das hier gezeigte Frostblau ist optional zu haben, kostet 390 Euro Aufpreis. Fotos: Isabel Ermisch |
An
der klar gezeichneten Flanke fallen die Türgriffe auf, die bei der
Fahrt und im verschlossenen Zustand eben anliegen und damit sozusagen in
den Türen verschwinden.
Auch
das Heck wirkt aufgeräumt, außer den weit unten angesetzten
Rückleuchten stört kein Heckscheibenwischer die Formgebung. Der ist
unter dem Dachspoiler versteckt.
Innen
erwartet die Passagiere ebenfalls das bekannte Kia-Design. Alles ist
klar strukturiert, die Materialien sind sorgsam ausgewählt und tadellos
verarbeitet.
Das
Armaturenbrett wird von einer schon aus anderen Modellen bekannten und
durchgehenden Display-Einheit dominiert, die drei verschiedene Anzeigen
beherbergt.
Zwischen dem Tachodisplay links und dem für das Infotainment rechts ist die Bedienung der Klimatisierung positioniert.
| Das Armaturenbrett ist in Stoff gehüllt, ebenso wie die Sitze, welche in der höchsten Ausstattungslinie aber auch in Ledernachbildung geordert werden können. |
Das Platzangebot vorne ist erstaunlich, Kniefreiheit für die Passagiere der zweiten Sitzreihe klassentypisch begrenzt.
Die kubische Bauform sorgt dort allerdings für mehr als genug Kopffreiheit.
Optional
erhältlich ist eine zweigeteilte, verschiebbare Rücksitzbank, die das
Ladevolumen von 362 auf 403 Liter erhöht.
Klappt man die Rücksitze um,
erweitert sich der Stauraum je nach gewählter Sitzkonfiguration auf
1.160 bis 1.201 Liter.
Viele Ausstattungs-Optionen ...
„Light“, „Air“, „Earth“ und „GT-Line“ nennen sich die vier Ausstattungslinien, in denen der EV2 zu haben ist. Los geht’s bei 26.600 Euro, für die Topversion werden mindestens 36.890 Euro fällig.
Schon
in der Einstiegsvariante „Light“ ist der kompakte Stromer ordentlich
ausgestattet. So sind hier aktive Spur-, Tempo- und Totwinkelassistenten
ebenso an Bord, wie auch das 31,2 Zentimeter große Display vor dem
Fahrer.
Daneben ist eine kabellose Smartphoneintegration via Apple
CarPlay oder Android Auto und einiges mehr mit dabei.
Einziges
Manko: der EV2 ist in der Ausstattung „Light“ nicht für den
Anhängerbetrieb zugelassen. Das ist erst mit der nächst höheren Version
„Air“ möglich, die kann 750 Kilogramm ziehen.
Über der Grundausstattung gibt es eine Fülle weiterer Details mit denen sich der EV2 bestücken lässt.
So
lässt sich das Smartphone auch als Schlüssel verwenden, steckt es in
der Tasche, kann der Wagen geöffnet und gefahren werden.
Praktisch:
Diese Funktion ist auf Wunsch auf bis zu 15 Nutzer erweiterbar, ideal
auch für Betriebe zur Mehrfachnutzung via Firmenhandys.
Zwei Akkugrößen ...
Der
immer frontangetriebene EV2 ist mit zwei verschiedenen Akkugrößen und
davon abhängiger Leistung zu haben.
Das Basis-Batteriepaket (42,2 kWh)
versorgt einen 146 PS starken E-Motor, der maximal 250 Newtonmeter
Drehmoment abgibt.
Damit beschleunigt das kompakte SUV bei Bedarf in 8,7
Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.
Im Schnitt soll sich der so
ausgestattete EV2 laut WLTP je nach Radgröße zwischen 15,1 und 15,5
Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometer genehmigen.
Im Idealfall kommt
er so gestärkt bis zu 317 Kilometer weit.
In unserem Test über knapp 440 Kilometer kamen wir am Ende auf einen durchschnittlichen Verbrauch von 14,8 kWh.
Wer
mehr Reichweite benötigt, greift ab Juli 2026 zur Variante mit größerem
Akku (61,0 kWh). Bei einem Durchschnittsverbrauch von um die 16 kWh
sind hier bis 453 Kilometer drin.
EV2-Fahrer müssen dann jedoch mit etwas weniger Leistung auskommen.
Konkret beschleunigen ihn dann 135 PS bei ebenfalls 250 Newtonmeter Drehmoment in 9,5 Sekunden auf 100.
Bei 161 km/h ist allerdings unabhängig von der Akkugröße Schluss mit dem Vortrieb.
Geladen
wird der mit einem 400 Volt Bordnetz ausgestattete Südkoreaner mittels
11 kW Wechselstrom oder bis zu 118 kW Gleichstrom in 30 Minuten von 10
auf 80 Prozent.
Daneben gibt es für die größere Akkuvariante auch eine
Wechselstrom-Option mit 22 kW.
Wie man es von Kia kennt, kommt
auch der in Slowenien produzierte EV2 mit langer Garantie:
- bis zu 7
Jahre (oder 150.000 km)
- bis zu 8 Jahre (oder 160.000 km) auf die Batterie.
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