Happy birthday Phantom: seit 100 Jahren steht er an der Spitze aller Modelle von Rolls-Royce
Über
acht Generationen hinweg hat er Könige, Führungspersönlichkeiten,
Künstler und Industrielle bewegt und war bei einigen der bedeutendsten
Momente der modernen Geschichte präsent. Geschätzt für seine zeitlose
Eleganz, wurde Phantom zum ultimativen Ausdruck von Einfluss, erlesenem
Geschmack und persönlichem Stil.
Zum hundertjährigen Jubiläum erhalten alle neu ausgelieferten Phantom eine spezielle Chassis-Plakette.
Keiner drückt mehr Autorität aus
Feldmarschall Bernard Law Montgomery, einer der größten Kommandeure des Zweiten Weltkriegs, wurde aufgrund seines kargen Lebensstils „der spartanische General“ genannt. Sein einziges Zugeständnis an Komfort betraf seine persönlichen Transportmittel. Montgomery erkannte die Macht von Bildern und Symbolen und nutzte zwei Phantom III, um Beständigkeit, Solidität und Verlässlichkeit zu vermitteln und seinen Truppen klar zu signalisieren, dass er ihnen auch in den dunkelsten Stunden zur Seite stehen würde.

Im
Vorfeld des D-Day im Juni 1944 nutzte er einen seiner Phantom III, um
Winston Churchill, General Eisenhower und sogar König Georg VI. zu
Planungssitzungen im Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force in
Hampshire zu bringen. Nach dem Krieg verwendete er seinen anderen
Phantom III, um die Premierminister von Kanada, Australien und
Neuseeland zu befördern.
Königlicher Standard
1948,
kurz nach seiner Hochzeit mit Prinzessin Elizabeth, beauftragte der
Herzog von Edinburgh Rolls-Royce, einen Phantom zu bauen. Das Ergebnis
mit dem Codenamen „Maharajah of Nabha“ war der erste Phantom IV. Er ist
bis heute im Einsatz, markiert einen der Meilensteine in der langen
Verbindung mit dem britischen Königshaus.

Die
britische Königsfamilie gab später einen weiteren Phantom IV, zwei
Phantom V und zwei Phantom VI in Auftrag. Einer davon ist der Silver
Jubilee Phantom VI, der Königin Elizabeth II. 1977 von der britischen
Automobilindustrie zu ihrem 25-jährigen Thronjubiläum überreicht wurde.
Er wurde 2011 auch bei der Hochzeit des Herzogs und der Herzogin von
Cambridge zur Ankunft der Braut in der Westminster Abbey eingesetzt.
Ein
anderer Phantom V spielte bei der Geburt einer ganzen Nation eine
Rolle. Der Wagen wurde 1966 an Scheich Zayed Bin Sultan Al Nahyan aus
dem Emirat Abu Dhabi ausgeliefert, Gründervater der Vereinigten
Arabischen Emirate.
Er kam unter anderem bei seiner
Amtseinführung als Herrscher von Abu Dhabi zum Einsatz. 1971 brachte er
James Treadwell, den ersten britischen Botschafter in den Vereinigten
Arabischen Emiraten, zu jener Zeremonie, bei der die Föderation
offiziell gegründet wurde.
Britische Diplomaten auf der ganzen
Welt nutzten Phantom für ihren persönlichen Auftritt. Sir John Fretwell,
ehemaliger britischer Botschafter in Paris, sagte einmal der Times:
„Mein Rolls-Royce war mir bei meinem Besuch des Élysée eine große Hilfe.
Die Wachen am Tor hatten keine Entschuldigung dafür, nicht zu wissen,
dass der britische Botschafter kam.“ Ob auf der Weltbühne oder im
Verborgenen auf seinem Heimatmarkt – Phantom war schon immer eine
imposante Erscheinung. Kein Wunder, denn der 1959 gestartete Phantom V
war 5,80 Meter lang.
„A Hard Day’s Night“
Im Dezember 1964 belohnte sich John Lennon von den Beatles für den Erfolg von „A Hard Day’s Night“, indem er einen Phantom V in Auftrag gab.
Sein Wunsch dazu: innen und außen komplett schwarz. Der Pantheon Kühlergrill und die Spirit of Ecstasy behielten allerdings auf Anraten von Rolls-Royce ihre konventionelle helle Erscheinung.
Nach Hollywood und weiter
Auch der „King“ mochte ihn
Rolls-Royce Phantom VII
Die 8. Generation
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