Live von der Pariser Mobilitätsmesse Mondial de l‘Automobile 2024: neuer Renault Twingo
Renault
bekennt sich eindeutig und klar zu Automessen, denn nur sie ermöglichen
Autokäufern und Interessenten hautnah einen schnellen Überblick des
Angebots, geben ihnen die Möglichkeit des Vergleichs. Eine hervorragende
Möglichkeit, die sich vor zwei Jahren knapp 500.000
Besucher in einer Woche am Place de la Porte de Versailes nicht
entgehen ließen. Die Aussichten für dieses Jahr sind noch viel besser.
Arnaud Belloni,
bei Renault nicht nur erfolgreicher Marketing Direktor weltweit, geht
noch einen Schritt weiter und sagte uns in kleiner Runde: „Automarken,
die nicht auf Automessen gehen, verhindern eine wichtige
Informationsquelle für Verbraucher, zerstören sich selbst damit und auch
die Arbeitswelt der Motorjournalisten.”
Klare Worte, wie es Belloni liebt, die jedoch im Kern voll zutreffen.
Ist irgendwie so wie „den Ast absägen auf dem man selber sitzt”.
Laut
dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache von der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften steht diese
Redewendung für:
... unbedachte, kontraproduktive (ungewollte) Handlungen, die den eigenen Niedergang herbeiführen bzw. die eigene Existenzgrundlage zerstören. Wer das macht, schadet sich selbst und seinen eigenen Interessen (unbeabsichtigt) erheblich ...
Das Synonym dazu lautet: sich sein eigenes Grab schaufeln.
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| Foto: Gerolf Ermisch |
Bei Renault wissen es die Strategen genau, daher ist natürlich auch der Autosalon im heimischen Paris ein Pflichttermin, ein ganz besonderer.
Ein ganz besonderer sogar, denn in diesem Jahr fand bislang keine große Automesse in Europa statt.
Auf
dem großen Stand der Renault Group in Halle 6 gibt es erneut ein
Feuerwerk an Neuheiten. Einige hatten wir ja auf unserem Blog schon am
Montag vorgestellt, jetzt geht es weiter.
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| Eindrucksvoll
gestaltet: der Eingangsbereich vor Halle 6, in der auch die
Renault-Group mit ihren Marken Alpine, Dacia, Mobilize und Renault
vertreten ist. Foto: Gerolf Ermisch |
Messe-Highlight Renault Twingo
Auch der nächste Twingo gehört dazu. Die vierte Generation. Vorerst noch ein 3,75 Meter langer Prototyp, der aber zu 80 Prozent dem rein elektrisch angetriebenen Serienmodell entsprechen soll.
Das kommt jedoch erst 2026. Dank vergleichsweise üppigem Radstand von 2,50 Metern bietet der kultig gestylte Franzose Platz für vier Erwachsene.
Die Kulleraugen sind zurück
Bei
der Gestaltung der Karosserie muss der erste Twingo von 1993 im Raum
der Designer gestanden haben, wer ihn noch kennt, sieht ihn hier wieder
vor sich. Klar anders, doch gut erkennbar auch an den Scheinwerfern. Mit
Augen in Form eines Halbkreises, machen sie die Front genauso niedlich,
sympathisch und treu blickend wie die No. 1.
Auch
der hatte nur Platz für vier Passagiere, doch sie mussten durch zwei
Türen nach innen steigen, die nächste Generation wird vier haben.
Noch
verrät Renault nichts zum Passagierabteil, auch nichts zur Akku-Größe
und der daraus resultierenden Reichweite. Allzu groß dürfte das Format
im Basismodell nicht sein, denn so etwas wird bei Käufern solcher
Fahrzeuge in der Regel nicht gebraucht. Viel PS, große Batterie und viel
Reichweite sind in der Welt von Stadtautos zumeist nur ein reines
Marketinginstrument.
Alltagstauglich
kann auch unter 200 Kilometern sein, also mit kleinerer (nicht so
teurer) Batterie. Nur so ist die von Renault gewollte „elektrische
Mobilität für möglichst viele“ zu realisieren, lässt sich der angepeilte
Grundpreis von unter
20.000 Euro halten.
Mehr zur Automesse hier:
https://mondial.paris/en
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