Herbstzeit ist Unfallzeit, auch mit Wildtieren überland

Gerade in den Abend- oder frühen Morgenstunden ist es schnell passiert: Ein Reh oder Wildschwein schießt mit hohem Tempo blitzschnell aus dem Wald rechts oder links, rechtzeitig bremsen ist nicht mehr möglich, es kommt zum Zusammenstoß.

 

Im vergangenen Jahr zählten die deutschen Autoversicherer rund 265.000 Wildunfälle. „Rein rechnerisch kollidiert alle zwei Minuten ein kaskoversicherter Pkw mit einem Wildtier. 
Allerdings ist die Gefahr eines Wildunfalls über das Jahr ungleich verteilt: Besonders hoch ist das Risiko in den Monaten April und Mai und von Oktober bis Dezember“, warnt Jörg Asmussem, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft.
 
Dabei werden die Schäden immer teurer, auch durch allgemein gestiegene Kosten. 
2022 zahlten die Versicherungen für einen Wildunfall fast 3.600 Euro – 300 Euro mehr als noch im Vorjahr. 
2021 wurden rund 284.000 Wildunfälle gezählt – im Schnitt knapp 800 Unfälle pro Tag
2020 waren es deutlich weniger, rund 272.000. 
940 Millionen Euro mussten die Versicherer für die Beseitigung der Schäden 2022 zahlen. 
Ein Wildunfall kostete 2021 also im Durchschnitt rund 3.300 Euro (2020: 3.100 Euro).
 
Jörg Asmussen: „Für den Anstieg gibt es zwei Gründe. Erstens sind Karosserieteile, die nach Wildunfällen häufig ausgetauscht werden müssen, deutlich teurer geworden und zweitens verlangen die Kfz-Werkstätten zumeist höhere Stundensätze.“
Insgesamt zahlten die Versicherer für die 265.000 Wildunfälle mehr als 950 Millionen Euro.
 
Foto: DVR

Auf Hinweisschilder achten

Gerade jetzt sollten alle Autofahrer die Warnschilder vor Wildwechsel beachten und ihre Fahrweise entsprechend anzupassen. 
Das bedeutet vor allem am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern nicht nur in der Dämmerung die Geschwindigkeit verringern. 
Wenn Wild auf der Straße oder am Straßenrand auftaucht, sofort das Fernlicht abblenden und langsam fahren. 
Riskante Ausweichmanöver sind nicht ratsam, denn die Kollision mit einem anderen Auto oder einem Baum ist in der Regel gefährlicher als der Zusammenprall mit einem Wildtier. 
 
 

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