Leserbrief von Antje aus Duderstadt: Wasser predigen und Champagner trinken
Wir sollen auf das Auto und Fliegen verzichten, für die Oberlehrer selbst gilt das natürlich nicht. Da fliegen Klimakleber kurz nach ihren Attentaten auf den Straßenverkehr mal eben nach Bali zum Baden, auch der selbsternannte Klima-Experte Hans-Joachim Schellnhuber wurde kürzlich am Berliner Flughafen gesehen. Auf dem Weg durch die Lüfte gen München. Obwohl die ICE-Verbindung auf dieser Strecke die beste und schnellste ist, die wir in Deutschland zu bieten haben.
Sein Grund: Er mußte aus familiären Gründen innerhalb eines halben Tags von Potsdam nach Fürstenfeldbruck und zurück.
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Hans-Joachim Schellnhuber anlässlich des Volvo Environment Prize award 2011 |
Ich fahre ein Elektroauto
Auf die Frage warum er für die Fahrt von Berlin nach München – die
Paradestrecke des ICE, der Sprinter braucht weniger als vier Stunden –
das Flugzeug nutze antwortete der gerne als Vorbild auftretende
73-Jährige in einem aktuellen interview dem RedaktionsNetztwerk
Deutschland:
„Ich fahre oft damit und hatte auch schon die Bahnfahrkarte dafür. Dann musste ich jedoch kurzfristig umplanen. Man kann nicht immer das klimafreundlichste Verkehrsmittel wählen – das wäre sowieso das Zuhausebleiben. Weil ich beruflich viel reise, ist mein CO₂-Fußabdruck über die Jahrzehnte ohnehin größer als der von vielen anderen. Dafür nutze ich privat Ökostrom, fahre ein Elektroauto und investiere alles verfügbare Geld in die energetische Sanierung eines alten Anwesens. Trotzdem bin ich kein Klimaheiliger. Aber wenn wir für die Bewältigung der Klimakrise erst alle Heilige, Helden oder Genies werden müssten, dann hätten wir bestimmt keine Chance. Es ist schon viel erreicht, wenn wir unsere Klimasünden deutlich reduzieren. Das versuche ich, auch wenn ich für meine Arbeit manchmal das Flugzeug besteige.“
Herr Professor, Sie sollten eigentlich wissen, dass es Internetkonferenzen über Zoom und ähnliches gibt, was hervorragend funktioniert.
Doch nach einer Studie reisen ausgerechnet Klimaforscher durch die Welt .... und das auch noch auf Spesen.
Die machen es wie Leo Di Caprio, der gerade in den USA zum vertrauenswürdigsten Klimaaktivisten gewählt wurde, und kurz danach mit einer 170 Mio. Euro teuren Yacht im Mittelmeer kreuzte.
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