Beide Hände ans Steuer, Blick nach vorne, Konzentration und regelmäßig das Umfeld checken
Diese vier Punkte sind die sicher wichtigsten Faktoren für weniger Unfälle. Doch wer sich auf unseren Straßen ernsthaft umschaut und andere Verkehrsteilnehmer beobachtet, sieht etwas ganz anderes und zurecht beunruhigendes. Denn immer mehr Köpfe sind an Ampeln und beim Fahren nach unten gebeugt, jeder kann sehen, wie oft und selbstverständlich das Smartphone heute am Steuer benutzt wird.
Auch die über Fußgängerwege tapsenden Kids mit vogehaltenem Smartphone können einem Angst und Bange machen. Kaum vorstellbar, dass die es später im Auto nicht anders tun.
Das befürchten viele Experten, auch der ADAC sieht eine große Gefahr durch Ablenkung am Steuer. Für die hauseigene Unfallforschung gehört bereits mehr als jeder zehnte Unfall außerhalb von Ortschaften dazu, mangelnde Verkehrstüchtigkeit inklusive.
Worüber sich viele keine Gedanken machen: ein 3-Sekunden-Blick aufs Handy führt bei 100 km/h zum Blindflug über fast 100 Meter.
Auch aus diesem Grund haben viele Autos bereits Warnsysteme an Bord (ab Juli 2024 für Neufahrzeuge vorgeschrieben), die abgelenkte und müde Fahrer erkennen, sie warnen. Ablenkung im Straßenverkehr hat viele Gesichter, aber keines ist derzeit so präsent wie das Smartphone.
Die Verkehrssicherheitskampagne „BE SMART!”, die sich mit der Ablenkung am Steuer auseinandersetzt, sieht das inzwischen als Unfallursache Nr. 1.
Nicht „zu schnelles Fahren“ oder „Alkohol am Steuer“.
Die traurige Blilanz jährlich:
- 100.000 Zusammenstöße
- 500 Tote
- 25.000 verletzte Verkehrsteilnehmer
Tendenz deutlich steigend.
Einen größeren Einfluss dürften künftig auch Multimedia-Bildschirme haben, auf denen immer mehr Funktionen mit Wischen bedient werden – Blick weg von der Straße inklusive.
Diese Strafen drohen
Viele Autofahrer lassen sich leider vom geltenden Verbot nicht beeindrucken und nutzen das Handy trotz Unfallgefahr.
Wer während der Fahrt telefoniert oder die Uhrzeit prüft, riskiert mindestens 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Führt das Handy oder ein anderes elektronisches Gerät zum Unfall, wird es deutlich teurer.
Mit Sachschaden sieht der Bußgeldkatalog folgendes vor:
- 200 Euro
- zwei Punkte
- ein Monat Fahrverbot
Die Kasko-Versicherung könnte Schäden am eigenen Auto wegen Fahrlässigkeit nicht bezahlen.
Dann, wenn der Autofahrer seine Sorgfaltspflicht missachtet, wissentlich in Kauf nimmt, dass etwas passiert.
Betrunken am Steuer ist ebenso fahrlässig, wie der durch das Handy verursachte Autounfall.
Werden Personen verletzt, drohen:
- Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung
- Anklage wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.
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