An diesem Wochenende: Großer Preis von Großbritannien 2023

Es geht direkt weiter mit dem zehnten Lauf der Formel 1-Saison 2023 auf dem historischen Kurs von Silverstone. Das Rennen beginnt um 16 Uhr.


Der kurvenreiche Silverstone GP wird in Deutschland leider nur bei Sky übertragen.
2022 gewann Carlos Sainz im Ferrari das Rennen in Großbritannien. 

Auch diesmal haben wir vom deutschen Team Mercedes-AMG Petronas Formel 1 aus erster Hand die Meinung zum vergangenen Rennen in Österreich und zum anstehenden GP in Großbritannien bekommen.

O-Ton Teamchef Toto Wolff

Wir sind froh, dass wir nach einem harten Wochenende in Österreich direkt wieder ein Rennen fahren können. 
Wir haben eine Handvoll Punkte geholt, aber wir hatten nicht die Pace für viel mehr. 
Das Feld liegt hinter Red Bull unglaublich eng zusammen und es kommt an jedem Wochenende zu Schwankungen. Ein Teil davon ist streckenspezifisch, ein anderer Teil der Upgrade-Zyklus im gesamten Feld. 
In Spielberg sind wir auf der falschen Seite dieser Gleichung gelandet, aber wir haben die Chance, sofort wieder zurückzuschlagen.

Das Team hat hart daran gearbeitet, unsere Performance zu analysieren und Lehren daraus zu ziehen. 
Wir haben das Ergebnis mit Fassung getragen und werden versuchen, den Schwung, den wir in den vergangenen Rennen aufgebaut haben, wieder aufzunehmen. 
Mit den nächsten Upgrades und Experimenten, die in Silverstone anstehen, gibt es Grund zum Optimismus. Dennoch wollen wir nicht voreilig sein. 
Wir konzentrieren uns auf die anstehende Aufgabe, die Performance aus dem Auto herauszuholen.

Der Große Preis von Großbritannien ist einer der Höhepunkte der Saison. 
Die Atmosphäre in Silverstone ist einzigartig und die Unterstützung durch die Fans ist wirklich unglaublich. 

Es ist auch unser lokales Rennen, denn die Strecke liegt in unmittelbarer Nähe zu den Fabriken in Brackley und Brixworth. 
Es ist ein schnelles und flüssiges Layout, das für tolles Racing sorgt. 
Hoffentlich können wir eine gute Performance zeigen und eine gute Show abliefern.



Zahlen & Fakten GP Großbritannien

- Mit 5,891 km ist Silverstone die fünftlängste Strecke im aktuellen Rennkalender. Zuvor war sie die viertlängste, aber durch Las Vegas (6,12 km) rückt sie einen Platz nach hinten.
- Das legendäre Layout ist hart für die Reifen, besonders den linken Vorderreifen, der in den Kurven 1, 8, 9, 10, 11, 12 und 15 stark belastet wird.
- Silverstone ist eine High-Speed-Strecke mit schnellen, fließenden Kurven, weshalb die Bremsen nicht sehr stark beansprucht werden. Die Teams können sich daher eher auf andere Bereiche wie die Feinabstimmung der Aerodynamik als auf die Bremsenkühlung konzentrieren.
- Silverstone ist ein offener, nicht windgeschützter, ehemaliger Flugplatz, deshalb ist es auf der Strecke notorisch windig, zudem kommt es häufig zu Änderungen der Windrichtung. Das kann sich stark auf die Fahrzeugbalance auswirken und das Verhalten des Autos verändern. Dies zwingt die Fahrer dazu, sich hinsichtlich der Bremspunkte, Anfahrtsgeschwindigkeiten bei der Annäherung an den Scheitelpunkt der Kurve und Beschleunigung am Kurvenausgang anzupassen. 
- Vom Start aus durchfahren die Fahrer zwei Kurven, bevor sie in Village (Turn 3) zum ersten Mal auf die Bremse treten. Die Distanz von der Pole Position bis zu diesem Punkt beträgt 644 Meter, aber mit vollen Tanks zu Beginn des Grand Prix müssen sie nach 225 Metern leicht vom Gas gehen.
- Das einzige Rennen, bei dem der Weg von der Pole Position bis zur ersten Bremszone länger ist, findet auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko statt. Auf der riesigen Start-/Zielgeraden bremsen die Fahrer dort erstmals 811 Meter von der Pole Position entfernt.
- Silverstone hat mit 509 Metern die zweitlängste Boxengasse der Saison: die Einfahrt beginnt nach Kurve 15, die Ausfahrt mündet in Kurve 2.
- Die Durchfahrtszeit in der Boxengasse ist mit 23 Sekunden zwar die drittlängste der Saison, der Zeitverlust jedoch begrenzt, da die Fahrer die Kurven 16, 17, 18 und 1 nicht passieren müssen.
- Die langen Geraden und die Vollgaspassagen der Strecke bedeuten, dass 78 % der Runde mit Volllast gefahren werden - fünfthöchster Wert der Saison.
- Silverstone verfügt über einige der bekanntesten Kurvennamen in der gesamten Rennsportwelt. Es ist eine von nur drei Strecken im Kalender, auf denen die Ingenieure die Kurven mit ihren Namen und nicht mit ihren Nummern bezeichnen; die anderen beiden sind Spa-Francorchamps und Monaco.
- Die Fahrer erleben hier einige der höchsten seitlichen g-Kräfte der Saison, mit einem erwarteten Maximum von 5g in Kurve 11 durch die Maggotts-Becketts-Sequenz. 
- Silverstone ist so etwas wie ein Heimrennen für das Team. Das Werk in Brackley ist nur neun Meilen (14,4 km) entfernt und die Heimat von Mercedes AMG High Performance Powertrains in Brixworth liegt nur etwas mehr als 20 Meilen (32 km) von der Strecke entfernt.
 







 

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