Formel 1: an diesem Sonntag das 4. Rennen der Saison, diesmal in Baku beim Aserbaidschan Grand Prix

Auch diesmal gibt uns Toto Wolff, Chef vom Mercedes-AMG Petronas F1 Team, wieder jede Menge Informationen direkt aus den Quellen der Königsklasse im Motorsport. Das Rennen beginnt am Sonntag vor Ort um 15 Uhr, bei uns ist es dann erst 13 Uhr.

 

Die Teams hatten ein paar Wochen Rennpause, aber in den Fabriken herrschte kein Stillstand, dort wurde weiter hart gearbeitet. Die freie Zeit wird optimal genutzt, die Rennwagen zu verbessern und zu optimieren, so viel wie möglich der Erkenntnisse aus den bisherigen drei Rennen zu verstehen und umzusetzen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach.

Toto über den GP Aserbaidschan
Australien hat gezeigt, dass wir Fortschritte machen, aber wir müssen vorsichtig sein, nicht zu viel in ein einzelnes Ergebnis hineinzuinterpretieren. Aber die Anzeichen in Melbourne waren dennoch ermutigend, und das war ein guter Motivator für das gesamte Team vor der Pause im Kalender.

In den nächsten Rennen möchten wir immer wieder kleine Schritte nach vorne machen. Das Auto wird sich in den kommenden Wochen weiterentwickeln, wenn wir kontinuierlich Performance und Upgrades auf die Strecke bringen. Wir sind gespannt, wie sie sich auswirken werden, aber wir wissen, dass es kein Patentrezept gibt.

Nach knapp einem Monat ohne F1-Action sind alle gespannt darauf, wieder auf der Strecke zu sein. Zum Glück erwartet uns reichlich davon. 
Mit fünf Rennen an sechs Wochenenden, beginnt in Aserbaidschan eine sehr intensive Phase im Rennkalender.
 
Die Rennen in Baku sind immer dramatisch und unterhaltsam. Die Mauern stehen sehr nah an der Strecke, die sehr herausfordernd ist, so dass es keinen Spielraum für Fehler gibt. 
 
Zudem ist es unser erstes F1 Sprint-Wochenende in dieser Saison mit geändertem Format. 
Das ist eine interessante Herausforderung für uns, denn wir haben nur ein einziges Training, um uns auf zwei Qualifyings und zwei Rennen vorzubereiten, die über Freitag, Samstag und Sonntag verteilt sind. Dies sorgt hoffentlich für mehr Spannung und Action für die Zuschauer.


 

Zahlen & Fakten: Aserbaidschan Grand Prix

  • Der Baku City Circuit ist seit diesem Jahr nur noch die viertlängste Strecke im Formel 1-Rennkalender - durch das Debüt des Las Vegas Grand Prix. Dessen Strecke ist um 0,117 km länger.
  • Auf der Strecke verzeichnen die Teams die meisten Schaltvorgänge pro Runde, insgesamt 72. Gemeinsam mit Singapur sind das die meisten in der gesamten Saison.
  • Der Baku City Circuit steht auch bei der Bremsenergie an erster Stelle. Zwei starke Bremszonen führen dazu, dass zeitweise über 0,4 Sekunden lang eine Bremskraft von mehr als 4 g aufrechterhalten wird.
  • Kein Fahrer gewann bislang mehr als einmal in Baku, bei den ersten sechs Rennen gab es daher sechs verschiedene Sieger.
  • Von diesen sechs Gewinnern gewannen nur zwei von der Pole Position aus: Nico Rosberg (2016) und Valtteri Bottas (2019). Beide saßen in einem Auto des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams.
  • Da es sich in Baku um einen Straßenkurs handelt, ist es vielleicht keine Überraschung, dass das Safety Car in drei der letzten fünf Grands Prix zum Einsatz kam - insgesamt sieben Mal bei diesen drei Rennen.
  • Der Abschnitt vom Kurvenausgang in Turn 16 bis zur Bremszone für Turn 1 ist die längste Vollgaspassage des Jahres. Sie ist rund 200 Meter länger als der Weg von Kurve 1 bis 5 in Spa-Francorchamps.
  • Die 2,2 km lange Start-/Zielgerade trägt daher zu einem sehr schwierigen Restart für den Führenden bei, der durch einen starken Windschatten für seinen Verfolger in Kurve 1 anfällig ist.
  • Der Name Baku leitet sich von dem verkürzten persischen Namen Bad-kuye ab, was "Stadt der Winde" bedeutet, zusammen mit Bad-kube, was "windschlagend" bedeutet. Beide Begriffe beziehen sich auf die berühmt-berüchtigten, beständig starken Winde, die durch die Stadt wehen.







 

Dedicated to our english readers

"After just under a month with no F1 action, everyone's eager to be back on track in Baku"

Following on from a short break in the calendar, Formula One is back this weekend in Azerbaijan. 
As the Team makes the journey to Baku, Toto Wolff, Team Principal & CEO of the Mercedes-AMG Petronas F1 Team, shares his thoughts on what’s ahead, including the debut of a new Sprint format.
 
Toto Wolff:
We've had a few weeks off from racing but both factories have been hard at work.
We've tried to maximise this period, bringing planned development to the car and extracting as much as possible from our learnings so far.
Australia showed that we are making progress, although we need to be cautious about reading too much into a single result. 
But the signs in Melbourne were still encouraging and that has been a good motivator for the whole team heading into this gap in the calendar.
 
Over the next races, we want to keep on making small steps forward. 
The car will continue to evolve in the coming weeks, as we steadily bring performance and upgrades to the track. 
We’re excited to see their impact, but we know there is no magic bullet.
 
After just under a month with no F1 action, everyone’s eager to be back out on track. 
Thankfully we’ve got plenty of that coming up. 
It’s a busy window in the calendar with five races in six weekends, starting with Azerbaijan.
 
The racing in Baku is always dramatic and entertaining. 
It's a challenging track with the walls close, so there’s no room for error. 
We also have our first F1 Sprint weekend of the season with a tweaked format.
 
It’s an interesting challenge for us to tackle, with only a single practice session to be ready for two qualifying sessions and races spread across Friday, Saturday and Sunday. Hopefully this will mean more excitement and action for fans to enjoy.

 

 

 

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