Dieser Polo macht am meisten Spaß: Der Wolfsburger Kleinwagen ist als GTI besonders fit auf Kurvenstrecken
Schon seit 1998 gibt es den Polo als Topmodell mit dem legendären GTI-Kürzel. 120 PS mobilisierte der 1,6 Liter-Vierzylinder – damals beeindruckend im Vergleich zum Basis-Polo mit 50 PS. Heute ist die Leistungsspreizung ähnlich, doch stellt das kleinste Aggregat in der über vier Meter langen 6. Generation nun 80 PS bereit.
Das Topmodell der Baureihe mit den berühmten drei Buchstaben GTI (ab 32025 Euro) befeuert ein Zweiliter-Vierzylinder mit 207 PS.
Sein maximales Drehmoment erreicht das ausgereifte Hightech-Triebwerk bei 320 Newtonmetern.
Damit überspringt der mittlerweile gar nicht mehr so kleine Wolfsburger in 6,5 Sekunden die 100er Markierung auf dem Tacho, drückt einen feste in die schicken Karo-Sitze.
Und natürlich ist dieser Power-Polo auch ein unglaublicher Kurvenflitzer.
Ebenso beeindruckend, wie souverän er selbst auf der bei hohen Geschwindigkeiten sehr anspruchsvollen Kasseler Kurvenstrecke stoisch weiter der jeweiligen Spur möglichst weit rechts folgt.
Da sind die meisten "Verfolger" am Heck bald nicht mehr zu sehen.
Hier spielt die serienmäßige elektronische Differenzialsperre XDS tüchtig mit.
Denn sie vermindert
die Neigung zum Untersteuern – in sportlich gefahrenen Kurven natürlich ein großer Vorteil.
Ach ja, gut klingt der Wagen aus seinen beiden Auspuffrohren auch.
Innen sogar besser als außen, gut so!
Erster Eindruck nach dem Platznehmen: sportliche Atmosphäre auch innen, geräumiger Raumeindruck und Fahrspaßatmosphäre.
Ordentlich ausgefallen ist auch der Laderaum mit 355 bis 1.125 Liter Volumen.
Leider nur mit Automatik
Wer ihn am liebsten als Handschalter will, wird enttäuscht.
Nur das VW eigene Doppelkupplungsgetriebe DSG ist möglich.
Das schaltet jedoch so schnell und unmerklich durch die sieben Gänge, wie man es selber nie könnte. Dank Schaltwippen am Lenkrad ist die Gangwahl jederzeit selber zu bestimmen.
Trotz der Leistung überzeugt der GTI mit Effizienz und moderatem WLTP-Verbrauch.
Der liegt kombiniert bei 7,1 Liter Super (CO2: 161 g/km).
Am Testende notierten wir trotz oft zügiger Gangart knapp acht Liter.
Dabei halfen das relativ niedrige Leergewicht (1.286 kg) und vor allem mein konsequent vorausschauend eingesetzter rechter Fuß.
| In Leder: Multifunktions-Sport-Lenkrad mit Schaltwippen und Fahrprofilauswahl |
Hightech an Bord
Heute spielen Assistenzsysteme eine immer größere Rolle.Auch beim sportlichen Polo.
Sie können hier vom Stand weg bis hinauf auf 210 km/h das Lenken, Bremsen und Beschleunigen übernehmen.
Damit ist er nicht konkurrenzlos – in dieser Klasse sucht man jedoch länger, bis ein so umfangreich ausgestatteter Wagen gefunden wird.
Gerade beim Stop-and-go-Verkehr lernt man das selbstständige Anfahren und Abbremsen schnell zu schätzen.
Weniger sinnvoll erschienen uns die Hinweise im Bordcomputer, die sich etwa darin äußern, dass man regelmäßig darauf aufmerksam gemacht wird, mit geschlossenen Scheiben zu fahren, weil das den Verbrauch reduziert.
Etwas zu gut meinte es auch der Frontkollisionswarner.
Bei engeren Verkehrsverhältnissen warnte er übermäßig früh vor einem Zusammenstoß, auch wenn z.B. der auf der Fahrspur geparkte Pkw noch relativ weit entfernt war.
| Typisch GTI: rot lackierte Bremssättel |
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