Beim Thema E-Mobilität haben die Chinesen auch bei den Transportern und Bussen die Nase weit vorne
Ein gutes Beispiel dafür ist die Marke BYD („Build Your Dreams"), die schon länger auch in Europa rein elektrisch angetriebene und damit lokal emissionsfreie Busse wie Trucks anbietet. Mit dem Thema E-Mobilität beschäftigt sich das Unternehmen bereits seit zwei Jahrzehnten.
von HaJo Rummel
Gegründet wurde BYD als Batterie-Spezialist im Februar 1995 von Wang Chuanfu.
Im Januar 2003 kam der staatliche Automobilhersteller Xian Qinhuan Automobile dazu.
Ein cleverer Schachzug um die staatliche Lizenz zum Bau von Autos zu bekommen.
Diese Tochtergesellschaft firmiert unter BYD Auto.
Bereits 2015 stand die Firma weltweit ganz weit oben beim Verkauf elektrisch aufladbaren Fahrzeugen.
Inzwischen gilt BYD im Bereich der E-Mobilität als eines der innovativsten Unternehmen.
Nicht zuletzt durch die Markteinführung weltweit erster Modelle bei:
- Elektro-Sattelzugmaschinen
- Elektro-Gelenkbussen
- Elektro-Doppeldeckerbussen
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| 12 Meter langer eBus von BYD |
Firmensitz ist in Shenzhen in der Provinz Guangdong im Süden von China.
Im Unterschied zu den meisten anderen Herstellern, produziert BYD Auto einen Großteil der benötigten Komponenten selbst.
Das betrifft Motoren,
Getriebe, Steuer- und Bremssysteme ebenso wie die gesamte Fahrzeugelektronik, aber auch Scheibenwischer, Sicherheitsgurte oder Airbags.
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| Neue Nutzfahrzeuge von BYD: ETH8 (19 Tonner) und ETM6 (7,5 Tonner) |
Da kommt so schnell kein anderer mit
Ganz neu sind zwei rein elektrisch betriebene Lkw:
- 7,5-Tonner ETM6 für den
städtischen Lieferverkehr
- 19-Tonner ETH8 für die Logistik und Müllabfuhr.
Der 12 Meter lange Bestseller eBus startet ins neue Modelljahr im Detail überarbeitet.
Er basiert künftig auf einer neuen Plattform in der die eigenen und klein bauenden Blade-Batterien platzsparend untergebracht werden können.
Laut BYT kann das aktuell so kein anderer.
Die im Format deutlich reduzierten Blade-Batterien (um 50 %) ermöglichen eine höhere Kapazität für eine größere Reichweite bei gleichzeitiger
Reduzierung des Gewichts vom Fahrgestell.
Beim Thema Sicherheit patzen sie ebenfalls nicht.
Sie bestehen die hohen
Anforderungen des „Nageldurchdringungstests“.
Der gilt als ultimativer
Sicherheitstest für Batterien.
Batterien werden neben extremen Temperaturen oder Überladung bis zur Belastungsgrenze auch durch mechanische Beschädigungen auf ihre Sicherheit getestet.
Schlägt man einen Nagel durch eine Lithium-Ionen-Batteriezelle, führt
man künstlich einen Kurzschluss herbei und kann die Reaktion der Zelle
darauf beobachten.
Im Falle der Blade-Batterie war das Ergebnis tadellos.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zelle in einer Lithiumbatterie während des
gewöhnlichen Gebrauchs im Alltag so beschädigt wird, ist absolut gering.
Dennoch wird dieser Test gemacht, da er den schlimmsten Umstand simuliert, der eine Zelle betreffen kann: einen Kurzschluss im Inneren.
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| Sicher und sehr kompakt konstruiert: BYD-Blade-Batterie |
Sicherheit muss an erster Stelle stehen
Das Thema ist beim Einsatz von Lithiumbatterien ein wichtiger Faktor.
Immer häufiger geraten diese durch Explosionen plötzlich in Brand:
- während der Nutzung
- beim Aufladen
Sicher hat jeder schon von Fällen gehört, in denen Lithiumbatterien explodiert
sind und Brände verursachten.
In Elektro-Fahrzeugen von
Tesla und anderen, in elektrischen Autobussen oder e-Rollern.
Manche steckten in Depots gleich die komplette Fahrzeugflotte an, andere ganze Wohnhäuser oder durch sie sanken Frachtschiffe mit Schäden von mehreren hundert Millionen Euro.
Leider gab es auch schon einige Tote.
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