Alpine A110 R: ein puristischer Sportwagen aus Frankreich

Sondermodelle waren immer schon eine gute Möglichkeit etwas Besonderes oder neue Kaufanreize zu schaffen. Das weiß auch die noch junge Marke Alpine, deren Modellpalette aktuell nur aus einem einzigen Fahrzeug in mehreren Leistungsversionen besteht, dem A110.
      von Achim Stahn

 

 
Den Zweisitzer gibt es nun als puristisch auftretenden und leichteren A110 R. 
Bei der Leistung hat er ebenfalls zugelegt.
 
Er wurde eigentlich für Rennstrecken gebaut und daher im Formel 1 Windkanal optimiert. 
Ein in vielen Bereichen optimiertes Sportfahrwerk bringt die Leistung sicher auch bei schneller Gangart auf die Straße. 
 
Einstellbare Stoßdämpfer helfen auch dabei.
Zug- und Druckstufe der Dämpfer sind für maximale Performance auf der Rennstrecke per Click-Ring 20-fach variabel. 
Die Steifigkeit der Querstabilisatoren vorne legt um zehn Prozent zu, hinten sind es 25 Prozent. 
Auch die Federn ringsum sind zehn Prozent steifer ausgelegt. 

Schnell wie nie

Kompromissloser Leichtbau und ausgefeilte Aerodynamik sorgt zusammen mit der entsprechenden Motorisierung für eindrucksvolle Leistungswerte.
Zum Einsatz kommt der bereits aus der A110 S bekannte 1,8 Liter Turbo-Vierzylinder.
Der bringt es auf 300 PS und 340 Nm Drehmoment. 
 
Die Kraft wird über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Räder gebracht. 
Mit eingeschalteter Launch Control dauert es 3,9 Sekunden für den Spurt auf 100. 
Weiter oben ist dann bei 285 km/h Schluß mit dem Vortrieb.
 

Für ein Plus an Fahrspaß kann der Fahrer einiges verstellen.
Hier sind es Motor-, Getriebe-, Lenk-, Gaspedalcharakteristik und ESP. 
Drei verschiedene Fahrprogramme stehen zur Wahl: 
- Normal
- Sport
- Track
Letzteres ist für das Fahren auf der Rennstrecke optimiert.
 
Die schnelleren Gangwechsel lassen sich nur über Schaltwippen am Lenkrad steuern. 
Wer es kann, deaktiviert für schnelle Rundenzeiten und gezielte Drifts das ESP. 
 

Die Launchfarbe heißt „Matt Racing Blue“. 
Die trägt auch der aktuelle Alpine Rennwagen in der Formel 1. 
Das komplett aus Kohlefaser bestehende Dach ist in Glanz-Schwarz lackiert. 
 

Das aufwändig konstruierte Fahrwerk ergänzen serienmäßige Michelin Pilot Sport Cup 2 Semi-Slick-Reifen (215/40 R18 vorne, 245/40 R18 hinten) mit Straßenzulassung. 
Im Vergleich zu Standardreifen verfügen die über eine verstärkte Struktur und 15 Prozent mehr Grip.
Das sorgt unter anderem für höhere Kurvenstabilität und längere Lebensdauer bei häufiger Nutzung auf abgesperrten Rundkursen. 
 

Das serienmäßige On-Board-Telemetriesystem „Alpine Telemetrics“ zeigt Ladedruck, Getriebetemperatur, Beschleunigungswerte, Drehmoment, Leistung, Lenkwinkel und andere technische Daten in Echtzeit an. 
Der integrierte Chronograph misst und zeichnet Rundenzeiten auf der Rennstrecke auf. 
 











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