Bei uns im 14-Tage-Test: Toyotas erstaunlich geräumiges Mini-SUV Yaris Cross Hybrid

Dieser cool gestylte Japaner im SUV-Look sieht auf keinen Fall langweilig aus, bietet erstaunlich viel Platz und ist sehr sparsam unterwegs. Vor allem im urbanen Bereich.
     von Achim Stahn  
 
Die SUV-Variante vom Yaris (ab 24.290 Euro) rollt im Abenteuer-Look vom Band. 
Mit ausgestellten Kotflügeln, muskulösen Radkästen und Seitenschwellern macht sie was her. 
Allrad ist optional. 
Mehr Bodenfreiheit erleichtert das Einsteigen, die dadurch höhere Sitzposition verbessert die Verkehrsübersicht.

Er sieht mit mächtig ausgestellten Kotflügeln und bis zu 18 Zoll großen Rädern imposant aus.   Fotos: Edda Stahn

Das Platzangebot ist auch für alle über 1,9 Meter bestens, die Sitze vorne sind bequem. 
Trotz 1,765 Meter Breite fühlt man sich dort auch zu zweit nicht beengt. 
Im Fond schon, dafür ist das Ladeabteil recht üppig. 
Aus knapp 400 Litern (367 mit eingelegtem doppelten Ladeboden) machen umgeklappte Rücksitzlehnen bis 1.097 Liter. 
Verbesserungswürdig sind dagegen die Mini-Türablagen. 

Der ideal positionierte Touchscreen ist groß genug, lässt sich gut bedienen, ein 3-Speichen-Lederlenkrad gibt es auch.

Hybrid macht agil in der Stadt

Den 1,5-Liter-Dreizylinder (92 PS) unterstützt ein E-Motor (80 PS),.
Die Systemleistung liegt bei 116 PS. 
Springt die Ampel auf Grün, gehts zügig mit dem sofort verfügbaren elektrischen Drehmoment los. Erfreulich in der Stadt. 
Auch, weil es das Toyota-typische gequälte Motoraufheulen beim starken Beschleunigen nicht mehr gibt. 
Der Benziner klingt in Kombination mit der Automatik sogar recht gut. 
Außerorts lässt es der knapp 4,2 Meter lange Yaris Cross langsamer angehen.
Er braucht 11,2 Sekunden bis 100.
Bei 170 km/h ist dann auf der Autobahn Schluss.

Hybrid macht sparsam

Aus dem WLTP-Verbrauch unserer „Adventure” Topausstattung von 5,0 Liter (4,4 Liter im Basismodell) resultiert ein niedriger CO₂-Ausstoß von 113 Gramm pro Kilometer. 
WLTP-Werte dienen zum Vergleich, liegen im Alltag meist deutlich höher. 
Nicht hier nach 14 Tagen ganz normaler Alltagseinsatz.
Die 5,6 Liter lieferte er eine überzeugende Vorstellung ab. 
 
Städtisch kamen wir oft sogar auf Werte um die vier Liter. 
Dann, wenn der E-Motor die Arbeit regelmäßig übernehmen konnte. 
Genau hier spielt der Hybrid seine Vorteile aus. 
Wo Benziner ohne Unterstützung beim ständigen Anfahren viel verbrauchen. 
Auch durch von den Kommunen absichtlich (!) schlecht getaktete Ampeln.
Ein mieses Spiel mit der Umwelt und dem Geld anderer!
 
Mehr als zwei bis drei Kilometer rein elektrisch packte unser SUV zwar nicht, doch wieder und immer wieder. 
Der Benziner schaltete in der Stadt oft ab.

Viele Helfer mit an Bord

Bei den Assistenzsystemen gibt sich das Mini-SUV wie ein Großer. 
Er bremst bei querenden Fußgängern, warnt bei Müdigkeit, hält die Spur und einiges mehr. 
 
Wer alles an Bord haben will, wählt „Adventure” (ab 32.400 Euro). 
Dann gibts auch noch serienmäßig z.B.:
- LED-Scheinwerfer
- elektrische Heckklappe (öffnet auch mit Fußbewegungssensor)
- Smartphone laden ohne Kabel
- 2-Zonen-Klimaautomatik
- Airbags zwischen den Vordersitzen (so stoßen beim Unfall die Köpfe nicht zusammen)
Auch ein automatisches Einparksystem ist hier möglich.
 
























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