Nicht nur bei uns in Europa steht der Name Austin-Healey für zumeist offene britische Sportwagen, gilt als wenig gebauter Klassiker unter den Roadstern 'Made in GB'. Doch das ist schon lange her, Coachbuilder Caton legt jetzt mit 25 Exemplare einer Healey 2022 nach.
Ein umfangreich überarbeiteter Neuaufbau auf Basis einer originalen Healey 100 BN1.
Der optische Eindruck von damals bleibt, ist jedoch deutlich dynamischer.
Darryl Scriven legte hier beim Styling ganz im Sinne des Konstrukteurs Donald Healey nach.
Der zeigte den Healey 100 als Prototyp erstmals auf der Earls Court Motor Show 1952 in London.
Das Publikumsinteresse war groß.
Das Potenzial erkannte auch Austin-Chef Leonard Lord und stimmte einer Produktion zu.
Insgesamt gab es bis 1958 sechs Version, angetrieben von Vierzylindern, ein Sechszylinder kam zum Ende.
Für Donald Healey war der leichtere Vierzylinder die bessere Wahl, daher setzt auch Caton diesen Originalmotor in seiner leicht veränderten Neuinterpretation ein.
Der Roadster steht jetzt mit modernster Technik im (fast) alten Outfit zur Ausfahrt bereit.
Allerdings nur für 25 Käufer, mehr werden nicht von der handgefertigten Kleinserie gebaut.
Etliche Verbesserungen gibt es bei der Optik und Technik.
Ohne dabei den klassischen Charakter zu verwässern.
So wurden z.B. für ein glatteres Aussehen alle Nähte und Sicken entfernt.
Im Gegensatz zum Original wurde ein hohes Maß an Feinarbeit investiert.
In vielen kleinen Details.
So liegen Passform und Beschaffenheit deutlich über den Originalteilen.
Raffiniert und praktisch zugleich für das Fahren ist die neue Windschutzscheibe, sie reicht bis in die Flanken
hinein.
Der Umbau eines alten Healey kostet inklusive Spenderfahrzeug 474.000 Pfund.
Das sind beim aktuellen Wechselkurs etwa 572.000 Euro.
Frontscheinwerfer im Retro-Look mit LED-Technik und neuer Kühlergrill stecken passgenau in der dezent modifizierten Fronthaube.
Das Heck ist jetzt ohne außenliegende
Kofferraumdeckelscharniere (nun innenliegende Gasdruckfedern), den Kofferraumgriff ersetzt ein Entriegelungsmechanismus von innen.
Die kleinen
Rückleuchtenstrahlen setzen ebenfalls auf LED-Technik.
Stoßfänger vorne und hinten gibt es hier nicht.
Die rahmenlose, kurze Windschutzscheibe (etwas höher gesetzt als im Original) mit kleinen
Dreiecksfenstern auf den Türbrüstungen passt hervorragend zum modernisierten
Design. Heizung und Verdeck gibt es hier nicht.
Bei der Frontmaske wird jede Lamelle einzeln angefertigt und so
zusammengefügt, dass ein schwebender Eindruck ensteht. Um der Front einen glatteren, cleaneren Look zu geben wurde die
Stoßstange vorne entfernt, auch hinten wurde darauf verzichtet.
Der neue Luftauslass in den Flanken betont die Seitenlinie optisch.
Auf den schwarz gehaltene n
15-Zoll-Borrani-Alu-Drahtspeichenrädern stecken Klassiker-Reifen von Michelin im Format 185/70.
Ein originaler Motorblock aus den 1950ern sorgt für den Antrieb, komplett überarbeitet und am Ende wie ladenneu. Allerdings mit deutlich mehr Leistung als ursprünglich.
Mit knapp 190 PS, 265 Nm Drehmoment (90 PS aus 2,7 Liter waren es im Original) und knackiger Fünfgang-Handschaltung bringt der 3,0 Liter Vierzylinder das Leichtgewicht (920 kg) zügig voran.
Entsprechend wurde die Bremsanlage aufgerüstet.
Sie hat nun Vierkolbenzangen und
vorne innenbelüftete Scheiben, hinten ersetzen Dreikolbenzangen und
Scheiben die früher eingebaute Trommelbremsanlage.
ABS gibt es nicht.
Das modernisierte Fahrwerk mit Doppeldreieckslenker, neuen
Stabilisatoren und weiteren Details bringt die Leistung akurat und sicher auf die Straße.
Die Instrumente bleiben im Original-Look, jedoch mit moderner
Technik.
Ein weiteres Zugeständnis an heute: zwei USB-Ports im Mittelfach zum Aufladen des Smartphones,
 |
| Typisch Healey: viel Metall, Leder und klassische Rundinstrumente |

Mehr zur Marke hier:
For our englisch readers
Launched in April of this year, Healey by Caton is Caton’s first creation: an ultra-exclusive reincarnation of the iconic Austin-Healey 100/4 sports car. Featuring a unique combination of OEM-grade design and engineering with traditional craftsmanship techniques, it’s a fresh take on coachbuilding and upgrading a car mechanically for the modern-day driver. With the same kerb weight as the original (920 kg), yet double the bhp and performance (185 bhp), and a modern five-speed gearbox and pedal box, Healey by Caton’s been made to excite and delight drivers on and off track.
About Caton
Caton was established in 2022 to lead the industry in the design and creation of ultra-exclusive, highly aspirational luxury products in automotive and beyond. Based in Coventry, UK, Caton has become aligned to Envisage’s pursuit of engineering excellence and has the full resources of the Group at its disposal and will launch its first product in the second quarter 2022.
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