Ein ultraleichter Roadster aus Liverpool erobert die Welt: BAC Mono bietet Motorsport-Feeling im Straßenalltag

Der britische Supersportwagen-Hersteller Briggs Automotive Company (BAC) steckt hinter dem offenen Einsitzer. Auch eine noch leichtere und stärkere Variante wird jetzt angeboten.
    von Achim Stahn

 

Gerade eben ist der 25. Fahrzeug aus dem Werk gerollt.
Eine R-Variante des Mono, mit 38 PS mehr und vielen neuen Details.
Das Gewicht wurde ebenfalls um 25 auf 555 Kilogramm gesenkt.
Der Wagen hat eine Trockensumpf-Schmierung. 
 

Der 2,3-Liter Vierzylinder-Turbo leistet 343 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment.  
Er erfüllt alle Emissions- und Lärmvorschriften.

In rund 2,7 Sekunden spurtet er auf 100 km/h.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 274 km/h. 
Der Traum, einmal in einem echten Rennwagen zu sitzen, hat natürlich auch hier seinen Preis.
Und der liegt schon im Einsteiger-Modell bei rund 190.000 Euro.
Für die Variante R sind es um die 220.000 Euro.
 


Hightech wie in der Formel 1

Bei BAC stand und steht das Theme Leergewicht ganz oben bei der Fahrzeugentwicklung.
Daher werden keine Kosten und Mühen gespart.
Als weltweite Premiere bei Serienfahrzeugen kommt hier mit Graphen verstärktes beziehungsweise optimiertes Carbon zum Einsatz.
In sämtlichen Karosserieteilen.
Den Namen Graphen haben sicher die meisten Leser noch nicht gehört.
Das ging mir genauso.
Graphen ist ein extrem leichtes und dünnes, zugleich außergewöhnlich festes und stabiles Kohlenstoffprodukt. 
 
Beim Einsparen von Gewicht helfen auch:
- im 3D-Durck gefertigte Komponente
- Chassis- und Getriebe-Elemente aus Magnesium
- Titan-Abgasanlag
- Carbon-Keramik-Bremsanlage 
(besonders leichte AP Racing-Sättel)
Letzteres reduziert deutlich die ungefederte Masse und garantiert phänomenale Bremswerte.
 
Die Batterie sitzt unter dem Fahrer, senkt so den Schwerpunkt a.
Trägt gleichzeitig ihren Teil zur nahezu perfekten Gewichtsverteilung bei. 
 
Die Reifen
Pirelli P Zero Trofeo R-Semislicks
Format: 205/45 ZR17 + 255/40 ZR17. 
 





Hier ein Film von einer Tour auf dem Hockenheimring:

Brennstoffzellenantrieb geplant

Der Mono FC-EV soll in Sachen Fahrdynamik auch mit Elektroantrieb ganz vorne stehen.
Diese Variante soll bis 2030 fertig sein.
Statt schwerer Batterietechnologie ist eine Brennstoffzelle als Energielieferant für den Antrieb vorgesehen. 

Als Partner für die Entwicklung ist der Spezialist Viritech mit an Bord.
Der entwickelte bereits entsprechende Technologien für Autos, Flugzeuge, Schiffe und die Raumfahrtindustrie. 
Angepeilt ist eine Leistung von über 1.000 PS.

 

 

 

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