Neue Studie: das Fahrverhalten junger Menschen beeinflusst auch der Freundeskreis
Natürlich, wer an seine eigene Jugend auch mit Blick auf Gleichaltrige zurückdenkt, wird das unterstreichen. Allerdings hat sich auch nicht jeder nötigen lassen, etwas gegen seinen Willen zu tun. Und da kommt natürlich die Familie und Selbstbewusstsein statt Mitlaufen ins Spiel.
Letzteres ist leider heute bei den Kids weitverbreitet, wird von denen allerdings so nicht gesehen. Der Wille zur Selbstreflektion liegt zumeist bei Null Prozent.
Auch typisch für dieses Alter.
Warum auch, denn „we are the champions“ ,,,
Nee, seid Ihr nicht.
Auch wenn Euch das miese „Rattenfänger“ erzählen.
Die Studie
Junge Kraftfahrer haben mit Abstand das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr.Häufigste Unfallursache: nicht angepasste Geschwindigkeit.
Danach folgen laut Deutsche Verkehrswacht:
- Unterschreitungen des Sicherheitsabstandes
- Fahrfehler beim Abbiegen
- Fahrfehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren
- Fahren unter Einfluss von Alkohol
- Fahren unter Einfluss von Drogen
Inwieweit riskantes Fahrverhalten Jugendlicher von Gleichaltrigen beeinflusst wird, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in einer Studie untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die Annahme, dass der Freundeskreis auf das Verhalten junger Fahrerinnen und Fahrer im Straßenverkehr erheblich beeinflusst.
Dies bedingt die hohe Unfallbeteiligung in dieser Gruppe.
Dem steht ein Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung von lediglich zehn Prozent gegenüber, wie das Goslar Institut betont, das von der HUK-Coburg gegründet wurde.
Dabei ging es gezielt um die Frage, ob und wie sehr riskantes Fahrverhalten junger Leute durch ihre Freunde, der so genannten Peer-Gruppe, erklärt werden kann.
Die Studie konzentrierte sich auf drei unterschiedliche Formen des Risikoverhaltens beim Autofahren, die erfahrungsgemäß insbesondere bei jungen Fahrern häufig anzutreffen sind:
- Fahren mit deutlich erhöhtem Tempo
- Fahren unter Alkohol und Drogen
- Handybenutzung beim Fahren
Demnach kann etwa ein Drittel des jeweiligen Risikoverhaltens der Test-Personen durch den Gruppendruck erklärt werden.
Wer im Freundeskreis entsprechendes Risikoverhalten wahrnimmt, neigt auch selbst dazu.
Die Untersuchung ergab aber auch, dass junge vielfach ganz falsche Vorstellungen von der Risikoakzeptanz und vom Risikoverhalten ihrer Freundesgruppe haben.
Häufig wird beides überschätzt.
Die höhere Risikobereitschaft bei jungen Menschen wird häufig durch eine übersteigerte Einschätzung der eigenen fahrerischen Fähigkeiten verstärkt.
Die Studie kommt daher auch zu dem Schluss, dass bei der Verkehrssicherheitsberatung und -erziehung von Fahranfängern auch die Peer-Gruppen miteinbezogen werden sollten.
Zahl der Studienteilnehmer: 1.244 Personen
Für die Untersuchung wurden 311 junge Pkw-Fahrer zwischen 18 und 24 sowie jeweils drei von ihnen benannte gute Freunde befragt.
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