Serie Automobile Ikonen: der Mercedes-Benz C 111 fasziniert jeden Betrachter auch noch heute
Dieser Wagen wurde 1969 von Mercedes-Benz als Forschungsfahrzeug für Wankelmotoren und
Leichtbau-Werkstoffe konstruiert, begeisterte vor allem durch Design
und das Flügeltüren-Konzept. Angetrieben wurden die ersten Exemplare von
einem Dreischeiben-Wankelmotor.
Im September 1969 war dieser Supersportwagen mit
Flügeltüren und Wankelmotor erstmals auf der Internationalen
Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main zu sehen.
Damals eine echte Sensation.
Besonders Kaufhungrige stellten Blankoschecks aus, um ein Exemplare zu bekommen.
Leider wurde daraus nichts.
Denn obwohl die Entwickler
alles nur mögliche aus dem Wankelmotor herauskitzelten, alles nutzten, was das Konzept hergab, genügte das
Resultat am Ende nicht den hohen Standards von Mercedes-Benz.
Speziell hinsichtlich
Zuverlässigkeit und Lebensdauer.
Auch die schärfere
Abgasgesetzgebung in den USA verhinderte eine Serienreife.
| Von links: die erste Version, die zweite Version und Erprobungsfahrzeug „Hobel“ |
Die Technik hält, was das futuristische Design von Bruno Sacco
verspricht.
Sowohl der 1969 vorgestellte C 111-I mit
Dreischeiben-Wankelmotor mit 280 PS (auf dem Foto links), als auch der 1970 präsentierte
C 111-II mit Vierscheiben-Wankel und 350 PS (mittig auf dem Foto) überzeugten mit
souveränen Fahrleistungen.
Höchstgeschwindigkeit: 270
beziehungsweise 300 km/h
Spurt C 111-II aus dem Stand auf 100 km/h: 4,9
Sekunden
| 10. März 1970: Ein Versuchswagen des C111 mit der internen Nummer 31 drehte für Journalisten auf dm Rundkurs Circuit de Monthoux bei Genf einige Runden. |
6 Stunden-Rekordfahrt in Nardo
Der Mercedes-Benz C 111-IID mit Dieselmotor
auf der Hochgeschwindigkeitsbahn 1976.
Auf dem Fahrersitz ist Hans
Liebold zu sehen, Leiter aller C 111 Projekte.
| Mercedes-Benz C 111-II (1970) |
| Made in Germany: Vier-Scheiben-Wankellmotor aus dem C 111-II |
Bundespräsident Walter Scheel besuchte am 30. Oktober 1974 die
Daimler-Benz AG in Stuttgart.
Vorstand Prof. Dr. Hans
Scherenberg (r.) drehte mit ihm eine Versuchsrunde auf dem Untertürkheimer
Testgelände.
Premiere auf dem Genfer Autosalon im März 1970
Die zweite Ausbaustufe mit Vierscheiben-Wankel M 905 F
mit viermal 602 Kubikzentimeter Kammervolumen brachte es auf 350 PS.
Mit diesem Motor in Wagenmitte kam die
300 km/h Marke in Reichweite.

Bereits Ende 1967 machen sich die Entwicklungsingenieure von
Mercedes-Benz an die Arbeit.
Der immer wieder spekulierte Nachfolger des l300
SL „Flügeltürer“ sollte es nicht sein.
Der C 111war von Anfang an als reines Erprobungsfahrzeug geplant.
Unter
anderem sollte hier:
- der Einsatz von Karosserien aus glasverstärkten Kunststoff erprobt werden
- ein neues Motorenkonzept getestet werden, der
Kreiskolbenmotor von Felix Wankel.
Da der Wankelmotor nicht zielführend war wurde weiter experimentiert.
Im Dezember 1970 kam ein 3,5-Liter V8-Benziner zum Einsatz.
1976 soll ein Dieselmotor die
Leistungsfähigkeit der Selbstzünder verdeutlichen.
In diesem Fall ein Turbo-Reihenfünfzylinder mit 190 PS.
Damit war der C111-II D
260 km/h schnell.
Dieser Motor saß auch im Rekordfahrzeug C 111-III.
Die Leistung wurde auf 230 PS angehoben, damals ein
sehr hohe Wert.
Dank radikal geglätteter Karosserie (cW-Wert: 0,183) erreichte der Wagen 325 km/h.
Mit dem C 111-II Diesel wurden 1976 16 Rekorde aufgestellt.
Auch eine 10.000 Meilen Dauerfahrt mit 252 km/h Durchschnittstempo.
Damals eine echte Sensation.
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