Ein Blick ins Geheimarchiv von Audi: Designer-Ideen die leider nicht in Serie gingen
Na klar, Autodesigner müssen kreativ sein, möglichst genau wissen, was die Kunden in einigen Jahren wollen. Keine leichte Aufgabe, doch auch mit eigenen Ideen lässt sich der Markt lenken. Da ist Audi schon öfters erfolgreich vorgeprescht.
von Achim Stahn
Doch nicht alle Ideen lassen sich sofort umsetzen.
Sind manchmal von den Bossen ganz oben nicht gewollt.
Aus welchen Gründen auch immer.
Von clever und weitsichtig bis schlicht und einfach dumm.
Wir zeigen hier einige herausragende Design-Beispiele aus den vergangenen Jahrzehnten.
Einige davon rollten später dann doch als Serienmodell vom Band.
| 1981: Audi Pininfarina Quartz |
| 1991: Audi quattro Spyder |
Audi pflegt sein Markenimage seit vielen Jahren mit spektakulären Fahrzeugstudien.
Los ging es mit dem Pininfarina Quartz, ein Showcar für den Genfer Salon 1981. Das italienische Studio kleidete einen Audi quattro mit einer keilförmigen Außenhaut ein, die Endrohre und der Tankdeckel waren den vier Ringen des Markenzeichens nachempfunden.
Los ging es mit dem Pininfarina Quartz, ein Showcar für den Genfer Salon 1981. Das italienische Studio kleidete einen Audi quattro mit einer keilförmigen Außenhaut ein, die Endrohre und der Tankdeckel waren den vier Ringen des Markenzeichens nachempfunden.
Der quattro Spyder hatte seine Premiere 1991 auf der IAA in Frankfurt/Main im September.
Der erste reine Audi-Sportwagen der Nachkriegszeit hatte eine Aluminiumkarosserie.
Dies und weitere Maßnahmen machten aus ihm ein 1.100 kg Leichtgewicht.
Der Großserienmotor – 2,8-Liter-V6 mit 174 PS – saß quer in der Fahrzeugmitte.
Ein speziell konzipierter Antriebsstrang lenkte die Kraft auf alle vier Räder.
Der zeitlos elegante quattro Spyder hatte im Interieur viele Teile aus Aluminium, mit denen
er schon den Charakter des ersten TT vorwegnahm.
er schon den Charakter des ersten TT vorwegnahm.
Wenige Wochen später zündete Audi eine zweite Rakete auf der Tokyo Motor Show.
Den 4,47 Meter langen Avus quattro
Dort steckte längs vor der Hinterachse ein bahnbrechendes Kraftpaket.
Ein Sechsliter-Zwölfzylinder mit fünf Ventilen pro Zylinder und 509 PS.
Dessen drei Vierzylinder-Zylinderbänke standen in W-Form zueinander.
Also im Winkel von 60° zueinander.
Im aufwändigen quattro-Antriebsstrang war das Schaltgetriebe zwischen den Vorderrädern untergebracht.
So gestärkt soll er laut Audi in drei Sekunden auf 100 spurten und 340 km/h packen.
| 1991: Audi Avus quattro |
| 2000: Audi Studie Rosemeyer |
Wies der Avus quattro bereits Anklänge an die Stromlinien-Rennwagen der Auto Union aus den 30er Jahren auf, so führte Audi diese Idee bei der Studie Rosemeyer, ebenfalls mit quattro-Antrieb, noch konsequenter fort.
Der Mittelmotor-Sportwagen entstand 2000 als Exponat für die Autostadt Wolfsburg.
Er sollte dort ein Stück der Marken-DNA von Audi visualisieren.
Wenig später wurde die Studie Steppenwolf gezeigt.
Auf Basis des A3 eine Idee für ein kompaktes SUV.
| 2000: Audi Steppenwolf |
| 2003: Audi Pikes Peak quattro |
Auf der Detroit Motor Show präsentierte Audi am 05. Januar 2003 den Pikes
Peak quattro.
Der Vorläufer des Q7 sorgte für großes Aufsehen bei den Medien und Besuchern der North American International Auto Show (NAIAS).
Namensgeber dieser eindrucksvollen Studie ist der Pikes Peak.
Dieser Berg ragt mit seinen rund 4.300 Metern schroff aus der Colorado-Ebene der Rocky Mountains, ist schon von weitem sichtbar.
Er trägt den Beinamen „America’s Mountain“.
Motorsport-Fans kennen ihn durch das „Pikes Peak International Hill Climb Race“.
Rund 160 Unerschrockene nehmen jedes Jahr im Juni die 12,4 Meilen (knapp 21 km) lange Strecke mit 200 km/h-Geraden, aber auch 156 Schotterkurven ohne Leitplanken vor.
Durch drei Siege wurde das Rennen zum Teil der Erfolgsgeschichte des Audi-Motorsports.
1985 siegte Michèle Mouton (gewann auch einen Rallye-WM-Lauf auf Audi).
1986 war Amerikas Rennfahrerlegende Bobby Unser nicht zu schlagen.
1987 sorgte Walter Röhrl im Audi Sport quattro S1 für einen Gesamtsieg.
Dabei legte er gleich noch einen neuen Streckenrekord mit 10:47,85 Minuten hin.
In den vergangenen 12 Jahren stehen Audis Showcars primär als Hinweis auf neue Antriebstechnologien.
Wie der rein elektrische e-tron, einer der Stars der IAA
von 2009.
Seine 313 PS strömen auf alle vier Räder – typisch Audi.
| 2009: Audi e-tron |
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Besonders cool: der Audi Pininfarina Quartz vom 1981!
AntwortenLöschenUnd der Audi Steppenwolf vom 2000 sieht jünger aus als viele spätere Entwürfe; könnte von heute sein !
Born to be eilt.
M.H. aus B.