Wer im kommenden Frühjahr problemlos in die neue Saison starten will, sollte sein Bike besser gut vorbereiten. Wir zeigen, was alles zu machen ist.
Ausfahrten an sonnigen Tagen im Spätherbst sind für viele ein Genuss, doch ebenso klar ist: die Saison geht zu Ende.
Zur Winterpause rollt das Bike ins passende Quartier. Was vorher zu machen ist, verrät Alex Altmann von BMW Motorrad Becker-Tiemann in Einbeck.
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Nach der letzten Ausfahrt wird das Bike winterfest gemacht.
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Wer alles richtig gemacht hat, kann im nächsten Frühjahr zügig wieder durchstarten.
Der ideale Standplatz für die kalte Jahreszeit ist ein trockener, gut belüfteter Raum.
Staub
hält eine luftdurchlässige Abdeckung (Decke) fern, die einen
Luftaustausch gewährleistet. Kunststofffolien sind nicht geeignet, denn
darunter kann sich Kondenswasser sammeln.
Falls im Winterquartier Minusgrade sein können, die Konzentration vom Frostschutzmittel überprüfen.
So geht es los ...
Zuerst steht jedoch die vollständige und gründliche Reinigung auf einem offiziellen Waschplatz an. Dort wird das Wasser aufgefangen und später gereinigt. Schlecht zugängliche Bereiche nicht vergessen.
Im Fachhandel gibt es die passenden Mittel dafür – selbst für „Problemfälle“ wie etwa Kettenfett, das sich gerne im Ritzelbereich auf Motorgehäuse und Schwingenlagerung festsetzt.
Beim gründlichen Anschauen fallen notwendige Wartungsarbeiten zumeist schnell auf.
Wer diese als Hobbyschrauber während der Fahrpause nicht selbst erledigen kann oder will, beauftragt seine Fachwerkstatt.
In der kalten Jahreszeit bieten die oftmals Sonderpreise an, Hol- und Bring-Service im geschlossenen Transporter ebenfalls.

Ab zur Tankstelle ...
Nun geht es das letzte Mal im Jahr zum Tanken und Aufpumpen. Tanks aus Blech am besten komplett mit Benzin füllen, das verhindert Korrosion.
Kunststofftanks sollten weitgehend leer sein, durch ihre Wandungen können Kraftstoffbestandteile diffundieren.
0,5 bar mehr Luftdruck vermeidet Standplatten an den Reifen.
Alternativ das Motorrad zum Entlasten der Reifen auf entsprechende Halterungen oder einen Unterbau stellen.
Nach der Tankstellenarbeit geht es wieder heim, aus dem warmen Motor fließt das Motoröl leicht raus und wird aufgefangen.
Anschließend Ölfilter wechseln und frisches Motoröl nachfüllen.
Altöl und Ölfilter werden fachgerecht entsorgt oder dem Verkäufer übergeben.
Das alles übernimmt natürlich auch die Fachwerkstatt.
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| Tipp vom ADAC: Wer sein Motorrad winterfest macht, sollte auf Verschleiß bei den Bremsscheiben achten. Ist die Mindestdicke noch nicht unterschritten, fährt man mit senkrecht aufgesetztem Daumennagel von innen nach außen. Bei tieferen Riefen oder eingelaufenen Scheiben mit sichtbaren Absätzen an den inneren und äußeren Scheibenrändern ist nun wahrscheinlich ein Austausch fällig. Rhythmische Schleifgeräusche beim gleichmäßigen Drehen des Vorderrads können auf einen seitlichen Schlag der Scheibe hinweisen – daher ab in die Werkstatt. Dort wir alles genau untersucht. Foto: Uwe Rattay |
Vergaserschutz
Beim Vergasermotor, sollten die Schwimmerkammern entleert werden. Dazu entweder den Motor einige Zeit bei geschlossenem Benzinhahn im Stand laufen lassen oder über die dafür vorgesehene Ablassschraube in ein kleines Gefäß entleeren. Denn Benzin verdunstet im Vergaser und kann Harzrückstände hinterlassen. Im nächsten Frühjahr führen die dann schnell zu Startschwierigkeiten und unruhigem Motorlauf.
Antriebsreinigung
Schmutzpartikel aus dem Straßenstaub im Kettenfett erhöhen den Verschleiß von Kette, Ritzel, Rollen und O-Ringen.
Kettenreinigung macht daher Sinn, verlängert die Lebensdauer.
Dabei möglichst gleich noch alle mechanischen Teile vom sichtbaren Antriebsstrang auf Verschleiß prüfen.
Am Ende werden alle geputzten Teile mit Kettenspray frisch geölt.
Korrosionsschutz: Auf rostanfällige Bauteile ein Konservierungsmittel sparsam auftragen.
Der Fachhandel hält alles dazu bereit.
Ist bei einem Stahlrahmen die Lackierung nicht mehr einwandfrei, sogar an einzelnen Stellen Korrosion zu sehen, diese schnell entfernen (Grundierung plus Lack auftragen).
Die Batterie
Sie wird ausgebaut, hält ihren Winterschlaf an einem trockenen, kühlen und frostsicheren Ort. Bei herkömmlichen Batterien vorher den Säurestand prüfen und gegebenenfalls bis zur Markierung mit destilliertem Wasser auffüllen.
Die Batterie von Zeit zu Zeit aufladen.
Dabei hilft ein Automatikladegerät.
Auch wartungsfreie Batterien unbedingt abklemmen, selbst kleine Verbraucher (etwa eine Uhr) führen schnell zur unerwünschten Tiefentladung.
Davon erholt sie sich auch durch längeres Laden oft nicht mehr.
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