Früher nur in Geländewagen, heute auch in SUV und Sportautos: Allrad bedeutet ein Plus an Sicherheit

Die Kraft der vier Räder wird natürlich im schwierigen Gelände gebraucht, dort geht es nur mit Allrad sicher weiter. Früher wurden beide Achsen nur starr verbunden, inzwischen bieten Elektroniksysteme automatisch geregelte Kraftverteilung.
von Achim Stahn

 

Allrad bieten heute nahezu alle Hersteller an, selbst Lamborghini. 
Dort dient er allerdings nur zur Optimierung des Fahrverhaltens. 
Weltgrößter Hersteller von Allrad-Pkw ist Subaru.
Soeben rollte dort der 20-Millionste Wagen vom Band. 
 
4x4-Technik gehört heute zu dieser japanischen Marke wie der Boxermotor. 
Zunächst nur in Geländewagen eingesetzt, holte dort der Leone 4WD Station Wagon vor 50 Jahren Allrad in die Welt der Großserien-Pkw.   

Mit dem vielseitigen Subaru Outback steht beruflichen und privaten Plänen kaum etwas im Weg. Permanenter Allrad garantiert hervorragenden Grip wo auch immer. Mit großer Bodenfreiheit und hoher Anhängelast bis zu zwei Tonnen packt er viele Herausforderungen, vor denen andere kapitulieren.         Foto: Achim Stahn


Ein Plus an Sicherheit

Im Alltag sorgt Allradantrieb dafür, dass alle vier Räder jederzeit die bestmögliche Verbindung zur Fahrbahn haben. 
Permanenter Allradantrieb ist stets optimal für das Optimum an aktiver Fahrsicherheit. 
Die Verteilung der Antriebskräfte auf die Räder an Vorder- und Hinterachse erfolgt unterbrechungsfrei. Die positiven Auswirkungen auf Traktion, Fahrdynamik und Sicherheit überzeugen jeden schnell.
Fahrzeuge mit Front- oder Hinterradantrieb bringen nur über die Räder an einer Achse die Motorkraft auf die Straße. 
 
Bei den so genannten „Torque-on-Demand“-Konzepten („Drehmoment bei Bedarf“) wird Allradantrieb nur dann zugeschaltet, wenn er benötigt wird.
Solche Autos sind normalerweise nur im Zweiradbetrieb unterwegs. 
Die Räder der zweiten Achse werden erst zugeschaltet, wenn es der Untergrund verlangt. 
In Sekundenbruchteilen werden dann permanent angetriebene und mitlaufende Achse verbunden. 

Auf den ersten Blick durchaus vernünftig, weil dies den Verbrauch senkt und alles preiswerter macht. 
Daher sind viele SUV inzwischen serienmäßig nur noch mit einer Antriebsachse bestückt.
Auf trockener Straße und bei normaler Fahrweise ist praktisch kein Unterschied zwischen den Antriebsarten zu spüren. 
Allradantrieb spielt seine Vorzüge immer dann aus, wenn der Untergrund nass, vereist, verschneit oder rutschig ist. 
Auch wenn Hänger und Wohnwagen gezogen werden. Allrad bedeutet dann ein wertvolles Plus an aktiver Fahrsicherheit.

Permanent trumpft

Für Unfallforscher ist völlig klar, dass eine möglichst hohe aktive Fahrsicherheit die beste Art der Prävention auf unseren Straßen ist.
Permanenter Allradantrieb kann entscheidend dazu beitragen, dass ein Unfall (mit oder ohne Fremdeinwirkung) vermieden wird.
Die 20 oder 30 Millisekunden, welche ein „Torque-on-Demand“-Antrieb im Normalfall benötigt, um die zweite Achse dazuzuschalten, können darüber entscheiden, ob der Fahrer bei plötzlich wechselnder Untergrundbeschaffenheit die Kontrolle über sein Fahrzeug behält oder verliert. 
Zum Beispiel bei Vereisungen an schattigen Stellen oder nassem Laub in Kurven.
 
Ein Subaru meistert solche Situationen, weil der Symmetrical AWD genannte Allradantrieb unmittelbar auf den Wechsel der Untergrundbeschaffenheit reagiert. 
Sämtliche Komponenten des Antriebsstranges sind dort direkt hintereinander und mittig in der Längsachse des Fahrzeuges angeordnet – Motor, Getriebe und Achsantrieb bis zum hinteren Differenzial.

 

 

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