Heute beginnt um 15 Uhr das Formel 1 Rennen in Monte Carlo: diesmal sind auf den vorderen Startplätzen keine Mercedes zu sehen

Eigentlich sollte Ferrari zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren in einem Formel-1-Rennen auf der bei Fahrern und Teams so begehrten Poleposition stehen. Ein gutes Vorzeichen für den Rennausgang, denn auf dieser Strecke ist die Startposition besonders wertvoll. Doch wie so oft im Leben, kam es dann ganz anders ...
von Achim Stahn


Die Plätze drei und sieben sind nicht die Startpositionen, die Mercedes im Visier hatte. 
Startplatz 1 ist zwar in Monaco ein hervoragender Trumpf, im Rennen kommt es allerdings immer auch auf die Rennpace und den Reifenabbau an.
Und da hat das Mercedes-Team 2021 bereits gezeigt, dass sie in dieser Hinsicht gut aufgestellt sind.
 

 
So starten sie heute in Monte Carlo
Startplatz 1: Charles Leclerc (Ferrari)
Startplatz 2: Max Verstappen (Red Bull)
Startplatz 3: Valtteri Bottas (Mercedes-AMG)
Startplatz 4: Carlos Sainz (Ferrari)
Startplatz 5: Lando Norris (McLaren)
Startplatz 6: Pierre Gasly (AlphaTauri)
Startplatz 7: Lewis Hamilton (Mercedes-AMG)
Startplatz 8: Sebastian Vettel (Aston Martin)
 
So war es jedenfalls vor dem Startbeginn. 
Doch in der Einführungsrunde hatte Charles Leclerc technische Probleme, musste in die Box, konnte nicht am Rennen teilnehmen. 
Was für ein Pech für dies Ausnahmetalent.

O-Töne vom Team Mercedes-AMG Petronas nach dem Qualifying

Teamchef Toto Wolff
Alles in allem war heute kein guter Tag für uns. Jetzt müssen wir herausfinden, warum wir das Auto von Lewis nicht besser hinbekommen haben. Für Valtteri war es schade, da er auf seiner letzten Runde zweieinhalb Zehntel vorne lag und eine sehr gute Chance auf die Pole hatte. Aber im Q3 kann es hier immer zu Unfällen kommen, weil die Fahrer dann alles geben.
 
Wir hatten den gesamten Tag über Probleme, mit dem Auto von Lewis Grip zu finden. Das kostete ihn im Training an Vertrauen, was sich ins Qualifying übertragen hat. Nun müssen wir hart daran arbeiten, um herauszufinden, woran das gelegen hat. Valtteri war am Vormittag glücklicher mit seinem Auto, konnte Vertrauen aufbauen und schien sich danach in einem besseren Fenster zu befinden. Morgen erwartet uns ein knappes Rennen, in dem wir geduldig bleiben müssen, um jede Möglichkeit zu ergreifen, die sich uns bietet, um weiter nach vorne zu gelangen.
 


Fahrer Valtteri Bottas
Ich hatte am Donnerstag und auch heute Vormittag im Training nicht das beste Gefühl im Auto. Wir hatten mit dem Aufwärmen der Reifen zu kämpfen und mechanisch gesehen ist das Auto einfach nicht für Strecken wie diese gemacht. Ich glaube aber, dass wir das Setup für das Qualifying bestmöglich ausgereizt haben. Wir haben einige Veränderungen vorgenommen, nach denen ich mich wohler fühlte. Im Laufe des Qualifyings erkannte ich, dass wir eine Chance auf die Pole Position hatten, deshalb ist es sehr schade, dass ich meinen letzten Versuch nicht beenden konnte. Jetzt werden wir nie herausfinden, ob es gereicht hätte, aber bis zur roten Flagge war es eine gute Runde. Ich lag ein oder zwei Zehntel vorne.
 
Es ist fantastisch, dass so viele Teams um die Spitzenpositionen kämpfen können. Das ist aufregend und wir geben alle auf der Strecke unser Bestes, um jedes noch so kleine Zeitspänchen zu finden. Ich bin überzeugt, dass uns morgen ein enger Kampf erwartet. 


 
Fahrer Lewis Hamilton
Das Auto hat sich am Donnerstag nicht so schlecht angefühlt, aber wir haben einige Änderungen durchgeführt und danach war es heute schrecklich. Jetzt müssen wir uns das alles noch einmal genau ansehen. Aus meiner Sicht fehlte mir auf der Strecke unheimlich viel Grip. Dadurch versucht man, das Auto zu überfahren und mehr zu pushen, um noch etwas herauszuquetschen, aber das führt zu nichts. Es wird einfach nicht besser. Alles in allem war es ein schwieriger Tag. Valtteri konnte mehr aus dem Auto herausholen, aber wir hatten heute definitiv einige Probleme.
 
Auf dieser Strecke ist das Überholen nahezu unmöglich, erst recht von unserer Startposition und wenn alle mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs sind. Dann kommt es auf den Samstag an. Ich hoffe, dass Platz sieben morgen das Minimum darstellt und dann müssen wir versuchen, uns von dort irgendwie weiter nach vorne zu kämpfen.








Der Wagen von Max Verstappen

Pierre Gasly (AlphaTauri) vor dem Hotel de Paris.    Foto: Lars Baron

GP von Monaco: Gewinner der vergangenen Jahre

  • 2016: Lewis Hamilton
  • 2017: Sebastian Vettel
  • 2018: Daniel Ricciardo
  • 2019: Lewis Hamilton
  • 2020: abgesagt wegen COVID-19

 

 

 

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