Formel 1 an diesem Wochenende: beim Qualifying heute fuhr Lewis Hamilton zum 99. Mal in seiner F1-Karriere auf die Pole Position

Nach dem Saisonstart in Bahrain, den Lewis Hamilton (Mercedes) am Ende knapp vor Max Verstappen (Red Bull) gewann, führt das zweite Rennen die Teams und Fahrer ins italienische Monza. Auf den knapp fünf Kilometer langen Autodromo Enzo e Dino Ferrari. 
von Achim Stahn

 

Lewis Hamilton setzte sich mit 1:14.411 Minuten heute beim Qualifying durch.
Drei Hundertstelsekunden hinter ihm holte sich Sergio Perez (Red Bull) knapp vor Teamkollege Max Verstappen den zweiten Platz. 
 
Foto: Steve Etherington
 
 
Lewis-Teamkollege Valtteri Bottas steht auf Platz acht.
Sebastian Vettel (Aston Martin) holte Startplatz 13.
Für Nachwuchstalent Mick Schumacher (Haas F1) kam Platz 18 raus.
Mehr war eigentlich auch nicht zu erwarten.
Doch er lag nur 1,607 Sekunden hinter Valtteri Bottas' Q1-Bestzeit.
Da dürfen wir natürlich hoffen ... 

 

O-Töne aus Monza

Vom Mercedes-AMG Petronas Formula One Team haben wir soeben einige Statements zum Qualifying bekommen. 

Damit die Formel 1 in diesen Zeiten überhaupt möglich ist, sind eine Vielzahl von Vorsichtsmaßnahmen nötig. „An die halten sich alle zu 100 Prozent“, sagt Toto Wolff.

Toto Wolff (Teamchef)

„Die Pole war eine Überraschung für uns, da wir aktuell nicht das schnellste Auto haben. Es ging sehr eng zu und Max wäre ohne den Fehler auf der Pole gestanden. Aber der Verlust ist im Vergleich zum Vorjahr enorm - wir waren sechs Zehntel vorne und jetzt liegen wir zwei Zehntel zurück. Jetzt müssen wir unsere Köpfe zusammenstecken und versuchen, mehr Performance zu finden. Das Auto ist schneller als in Bahrain, ich glaube, dass unser Fahrzeug hier in einem besseren Balancefenster liegt. Das ist der Hauptgrund für unsere Steigerung. 

Wir hatten in Bahrain Schwierigkeiten mit der Fahrbarkeit, die wir langsam, aber sicher aussortieren.
Sie haben einen großen Vorteil, weil nicht nur beide Red Bull hinter Lewis starten, sondern Perez auch auf den Soft-Reifen losfährt. Dadurch können sie auf zwei verschiedene Strategien setzen. Valtteri muss sich durch die Fahrzeuge mit Soft-Reifen kämpfen. Ich denke also, dass wir uns ein wenig im Nachteil befinden.“  

 

Foto: Steve Etherington

Lewis Hamilton
„Heute war ein großartiger Tag. Ich habe definitiv nicht damit gerechnet, dass wir beide Red Bull schlagen würden. Sie waren an diesem Wochenende sehr schnell, zeitweise lagen sie sechs Zehntel vor uns. Wir wussten nicht, wo sie stehen würden, aber das Auto fühlte sich hier von Beginn an besser an. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor dem Team, das mit seiner harten Arbeit das Fenster verkleinert hat.
 
Auf dieser Strecke gibt es nur mittelschnelle und schnelle Kurven. Ich glaube, das ist der Grund dafür, warum wir hier die Lücke schließen konnten. Die Temperaturen sind viel niedriger, wodurch wir näher an Red Bull herangerückt sind. Aber sie sind sehr stark. Wenn wir morgen eine Chance auf den Sieg haben wollen, müssen wir absolut perfekte Runden abliefern, um vor ihnen zu bleiben.“ 

 

Foto: Steve Etherington


Valtteri Bottas
„Der heutige Tag verlief ein wenig verwirrend und ich verstehe die Performance im Q3 noch immer nicht. Auf meinem ersten Versuch im Q3 hatte ich Übersteuern und auf dem zweiten war das Heck nicht so gut. Das ist nicht das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte, besonders angesichts des Gefühls, das ich zu Beginn des Qualifyings hatte.
 
Bei meinem ersten Run im Q3 fuhr ich in Kurve zwei, als das Heck plötzlich kam - dadurch habe ich viel Zeit verloren. Das gleiche beim zweiten Versuch, ich hatte einfach kein Vertrauen ins Heck. Im Q1 und Q2 war das nicht so, deshalb ist es so schwierig zu verstehen. Das müssen wir uns jetzt ansehen. Aufgrund der engen Strecke ist das Überholen hier schwierig, aber ich werde kämpfen und morgen mein Bestes geben.“ 

 

... der Reifenwechsel steht an ...    Foto: Steve Etherington

Lewis Hamilton und Max Verstappen nach dem Qualifying     Foto: LAT Images

Lewis Hamilton bedankt sich beim ganzen Team       Foto: LAT Images

Foto: Jiri Krenek

Foto: LAT Images

Foto: LAT Images

Foto: LAT Images


 


Aston Martin Teamchef Otmar Szafnauer sprach vor dem Qualifying von einem Platz unter den Top 10, den bekam er auch durch Lance Stroll, Sebastian Vettel landete mit etwas Pech auf Startnummer 13.

 

 

Red Bull Team: Fotos von Bryn Lennon

Sergio Perez beim Qualifying im Red Bull Racing RB16B Honda.   

Max Verstappen beim Qualifying im Red Bull Racing RB16B Honda. 

Max Verstappen(links) und Teamkollege Sergio Perez


 Alfa Romeo Racing ORLEN

Für das Team lief es beim Qualifying nicht so gut.
Es sprangen nur Plätze weit hinten heraus:
Kimi Räikkönen landete auf Startplatz 16 (Rundenzeit: 1.15.974 Minuten)
Antonio Giovinazzi landete auf Startplatz 17 (Rundenzeit: 1.16.122 Minuten)
 
Doch beide Fahrer sind hochmotiviert.
Sie wollen sich im Rennan am Sonntag nach vorne kämpfen und ein paar Punkte einsammeln.

 

 

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