An diesem Wochenende geht es mit der Formel 1 weiter: diesmal steht der Große Preis der Emilia Romagna auf dem Programm

Der zweite Saisonlauf 2021 führt die Königsklasse des Motorsports nach Imola in Italien, auf eine der traditionsreichsten Rennstrecken überhaupt. 

 

Kein geringerer als Toto Wolff, Chef vom Mercedes-AMG Petronas Formula One Team, verrät uns hier alles Wichtige zur Rennstrecke Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari. 
Und den Bedingungen dort für die Teams.
 
Toto Wolff konzentriert bei der Arbeit.        Foto: Steve Etherington

Toto Wolff über Imola 

Das Doppelpodium beim ersten Rennen war ein ermutigendes Ergebnis und hoffentlich war das Duell in der Wüste zwischen Red Bull und uns ein Anzeichen dafür, was wir in diesem Jahr noch erwarten können.
 
Wir haben das erste Rennen gewonnen, aber wir machen uns keine Illusionen. Dem Auto fehlt es auf einer Runde noch an Pace und Red Bull scheint aktuell vorne zu liegen. Wir geben alles, um die Lücke zu schließen und diese Herausforderung finden wir reizvoll.
 
Imola ist eine historische und ikonische Strecke, die den Fahrern mit ihrem flüssigen Charakter, den hohen Geschwindigkeiten und der Vielzahl an Kurventypen viel Spaß bereitet.
 
Die Strecke ist relativ schmal, was Überholmanöver erschwert, aber dadurch liegt ein größerer Fokus auf der Strategie und das Qualifying wird umso wichtiger. Nach 14 Jahren Pause hat uns allen die Rückkehr nach Imola im Vorjahr sehr gefallen. Zudem wurde sie uns durch den Gewinn unseres siebten Konstrukteurs-Titels zusätzlich versüßt. Jetzt freuen wir uns darauf, am kommenden Wochenende dorthin zurückzukehren und zu erfahren, was die diesjährige Ausgabe des Rennens für uns bereithält!
 

Foto: LAT Images

 
Zahlen & Fakten: Emilia Romagna Grand Prix

  • Baustart Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari: 1950
  • Das erste Rennen fand 1953 statt.
  • Hier wurden F1-Rennen unter drei verschiedenen Namen ausgetragen: die Großen Preise von San Marino, Italien und der Emilia Romagna.
  • Anders als modernere Strecken ist der Kurs relativ schmal, was das Überholen schwieriger gestaltet und mehr Wert auf die Strategie legt, um Positionen gutzumachen.
  • Länge Boxengasse: 528 Metern (längste aller F1-Strecken in diesem Jahr). Dadurch ergibt sich mit 24,8 Sekunden auch die längste Durchfahrtszeit unter der Tempobegrenzung von 80 km/h.
  • Imola ist gemeinsam mit Interlagos, Baku, Austin, Jeddah, Singapur und Abu Dhabi eine von sieben Strecken die 2021 komplett gegen den Uhrzeigersinn befahren wird.
  • Weg von der Pole Position bis zur ersten Bremszone (605 m) = drittlängster der Saison.
  • 73% der Rundenzeit werden mit Vollgas gefahren, das ist der dritthöchste Wert aller Strecken im diesjährigen Rennkalender. 
  • 15 Sekunden Vollgasanteil vom Ausgang der letzten Kurven bis zur Bremszone für Kurve zwei.
  • Die durchschnittliche Geschwindigkeit am Scheitelpunkt der Kurve beträgt in Imola 200 km/h. Das ist hinter Silverstone (rund 205 km/h) und Suzuka (rund 210 km/h) dritthöchster Saisonwert.
  • Die Streckenoberfläche ist besonders wellig, weshalb die Teams den richtigen Setup-Kompromiss zwischen Bodenfreiheit (und wie gut das Auto die Bodenwellen absorbiert) plus Aerodynamik (und wie aggressiv sie bei der maximalen Aero-Performance sein wollen) finden müssen.
  • Imola besitzt ähnlich wie Montreal eine Stop-and-Go-Charakteristik. Deshalb ist die Belastung der Bremsen relativ hoch, obwohl die Strecke keine "starken" Bremszonen (mit 4G oder mehr für mehr als 0,4 Sekunden) besitzt.
  • Das Bremsen wird durch die kurzen Geraden weiter belastet, da sie nicht viel Zeit erhalten, um zwischen den Bremsmanövern abzukühlen.
  • Imola weist eine Vielzahl an Kurventypen und Geschwindigkeiten auf. Entsprechend kommt es auf ein Auto mit einem breiten Funktionsfenster an, ganz im Gegenteil zu Strecken wie Sotschi, wo das Fenster für die Kurvengeschwindigkeiten viel enger ist.
  • Aufgrund des breiteren Spektrums an Kurvengeschwindigkeiten verlangt Imola nach einem größeren Kompromiss bei den Setup-Details. Dadurch funktioniert das Auto bei der großen Mischung an Kurventypen besser.
  • In Imola erleben wir die höchsten Beschleunigungswerte des gesamten Jahres am Kurvenausgang (genannt: lange g-Kräfte). Der Grund dafür sind der sehr hohe Grip, der auf dem Asphalt der Strecke gemessen wird, und die sehr geraden Linien am Kurvenausgang. Diese Werte sind anders als bei langen, flüssigen Kurvenausgängen auf anderen F1-Strecken wie etwa Silverstone. Die durchschnittliche seitliche Beschleunigung am Kurvenausgang beträgt in Imola 1,5 g.

Zeitplan Emilia Romagna Grand Prix 2021

Freitag 16. April 2021
Training 1: 11:00-12:00 Uhr         
Training 2: 14:30-15:30 Uhr

Samstag 17. April 2021
Training 3: 11:00-12:00 Uhr
Qualifying: 14:00-15:00 Uhr

Sonntag 18. April 2021         
Rennbeginn: 15:00-17:00 Uhr
 

So sitzt das Mercedes Team abrufbereit während des Rennens.     Foto: Sebastian Kawka

Foto: Sebastian Kawka




Foto: Sebastian Kawka

Foto: LAT Images

 Giulia GTAm besucht das Team Alfa Romeo Racing ORLEN

Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi freuten sich über den Besuch des stärksten je von Alfa Romeo gebauten Serienfahrzeugs in der Team-Box.

Die neue Alfa Romeo Giulia GTAm ist einer der Stargäste beim Großen Preis der Emilia Romagna. 
Sie besuchte das Team Alfa Romeo Racing ORLEN.
Deren Fahrer Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi unterstützten die Entwicklungsingenieure bei der Feinabstimmung. 
Der hier eingesetzte 2.9 Liter V6 Bi-Turbo leistet 540 PS.
 
Zusammen mit der Variante GTA tritt der GTAm das Erbe der legendären Giulia Gran Turismo Alleggerita von 1965 an.
Einem der erfolgreichsten Rennautos in der langen Geschichte von Alfa Romeo. 
 
Dank der engen Zusammenarbeit mit Sauber Engineering, der Mannschaft hinter dem Team Alfa Romeo Racing ORLEN, verfügt die Giulia GTAm über technische und aerodynamische Lösungen aus dem Rennsport und der Formel. 
Dazu gehört auch der Einsatz ultraleichter Materialien wie Kohlefaser.
Damit wird das Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung verbessert und die Aerodynamik verfeinert. 
Auch 20-Zoll-Aluräder mit Zentralverschluss kommen aus der Formel 1.

 

 

  

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