Sie sind schon da oder stehen direkt vor der Tür: chinesische Autos wollen Europa erobern, doch wie sicher sind die eigentlich
Nicht besonders, ein großes Sicherheitsrisiko, stellte der ADAC beim Test eines Billig-E-Auto aus China fest. Seit Ende des vergangenen Jahres wird der 4,42 Meter lange Suda SA01 bei uns in Kleinserie angeboten. Sogar mit staatlicher Förderung aus Berlin.
von Achim Stahn
Und das führt am Ende zu einem
Dumpingpreis von knapp 10.000 Euro.
Inklusive drei Jahre Garantie auf das Auto und acht auf die Batterie.
Das klingt auf den ersten Blick attraktiv, oder nicht?
Doch am Ende sieht es ganz anders aus.
Warum, zeigt das Foto klar und deutlich.
![]() |
| Versetzter Frontaufprall mit 64 km/h: die Fahrertür lässt sich nicht mehr öffnen. |
Einige Fakten zum Fahrzeug
- Batterie: 39,5 kW
- E-Motor mit 109 PS und 240 Nm Drehmoment
Damit kommt das kompakte Auto nach WLTP-Norm 210 Kilometer weit.
Das Aufladen soll an der Haushaltssteckdose 18 Stunden dauern.
Am Schnellader 50 Minuten.
Damit kommt das kompakte Auto nach WLTP-Norm 210 Kilometer weit.
Das Aufladen soll an der Haushaltssteckdose 18 Stunden dauern.
Am Schnellader 50 Minuten.
Wer mal auf die Autobahn will, kein Problem, der Chinese ist 134 km/h schnell.
Serienmäßig an Bord sind unter anderem Klimaanlage und Touch-Infotainmentsystem.
Antischleuder-Hilfe ESP, Airbags und Gurtstraffer nicht (!).
Wie so ein Fahrzeug zugelassen werden kann, ist schleierhaft.
Das bewahrheitet mal wieder, dass in Amtsstuben gerne geschlafen wird.
Und überhaupt China immer noch nicht ernst genommen wird.
Und das wird skrupellos von der dortigen Diktatur ausgenutzt.
Die im übrigen immer noch aus Deutschland Entwicklungsgelder bekommt.
Unglaublich, aber wahr.
Die Wirtschaftsweltmacht
China stand 2017 auf Platz drei der Top-Empfänger.
Mit 630 Millionen Euro.
Laut Focus Online zahlten wir in den vergangenen 40 Jahren fast 10 Milliarden Euro.
ADAC: Großes Sicherheitsrisiko
Doch zurück zum Suda SA01.
Den ADAC-Test bestand er wegen eklatanter Sicherheitsmängel nicht.
„Preiskracher-E-Auto aus China: Krachend an die Wand“, titelte der
Automobilclub und stufte den kleinen Stromer als „Sicherheitsrisiko“
ein.
Zitat: „Bei einem versetzten Frontaufprall mit 64 km/h schlugen der
Kopf und die Brust des Fahrers hart auf das Lenkrad, was im Ernstfall
zu schwersten Verletzungen geführt hätte. Beim Beifahrer führten ferner
Bauteile unter der Armaturentafel zu Verletzungen an Knie und
Oberschenkel. Neben den fehlenden Airbags bei Fahrer- und Beifahrersitz
machten sich im Crash auch die nicht vorhandenen Gurtstraffer negativ
bemerkbar“.
Auffallend: Die Beschädigungen waren nach dem Crash so
groß, dass sich die Fahrertür nicht öffnen ließ.
Schutzvorrichtungen sind auch nicht an Bord, mit denen Rettungskräfte das
Hochvoltsystem des Autos spannungsfrei schalten können.
Im Ernstfall gehen so wertvolle Minuten bei der Rettung der Insassen verloren.
Dazu kommt für die Retter das Risiko eines elektrischen Schlags.
![]() |
| Ohne ESP hat der Fahrer keine Chance den Wagen wieder einzufangen ... |
Mängel beim Fahrverhalten
Auch das Fahrverhalten sieht
der ADAC kritisch.
Bereits ab etwa 70 km/h kam er beim
Ausweichtest ins Schleudern.
Und ließ
sich nicht mehr abfangen.
Moderne Autos mit ESP meistern den Test mit
über 90 km/h problemlos.
Dazu kamen noch:
- gefühllose Lenkung
- langer Bremsweg
(durchschnittlich 42 m aus 100 km/h)
- nachlässige
Verarbeitung
- billigen Materialien
- zahlreiche Lackfehler.
- Heckklappe und Handschuhfach waren
schlecht eingepasst
Der ADAC kritisierte zudem, „dass der Hersteller die vereinfachte
Typgenehmigung für Kleinserien ausnutzt, um ein Fahrzeug auf den Markt
zu bringen, das deutliche Defizite bei der aktiven wie passiven
Sicherheit aufweist.“
Auch die staatliche Förderprämie für so ein Fahrzeug kritisiert der ADAC
Hier noch ein Video zum ADAC-Crashtest:
Tipps zur Blog-Nutzung
Alles rund um Mobilität: Autos, Bikes, Räder,Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Verkehrsrecht etc.
Einfache Themensuche
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken
Interessantes senden an:
achim.stahn@interpress-ipr.de



Kommentare
Kommentar veröffentlichen