Rallye Dakar in Saudi Arabien 9. Etappe: der Gesamtführende Stephane Peterhansel packte sie in seinem Mini-Buggy am schnellsten
Auf der fahrerisch wie navigatorisch extrem anspruchsvollen
Schleife, die östlich um Neom führte, nahm Trial-artiges Gelände mit
vielen spitzen Steinen die Reifen besonders hart ran. Das führte massenhaft zu Reifenschäden.
von Achim Stahn
Auch bei Yazeed Al-Rajhi und seinem deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz.
Insgesamt waren es drei Plattfüße.
Schon nach
zwei Kilometern gab es den ersten.
Sie sind dann ruhig gefahren, haben lange gebraucht, um auf Giniel de Villiers aufzuschließen.
Nach dem Überholen, folgte der nächste Reifenschaden.
Giniel zog vorbei, als der einen
Platten hatte, taten dies Yazeed und Dirk.
Langsam und vorsichtig.
Nutzte nichts, nach rund 500 Metern der dritte Plattfuß, bei Kilometer 180.
Danach ging es wie auf rohen Eiern weiter, auf Sandstrecken dann Vollgas.
Dirk von Zitzewitz:
„Was
für ein verrückter Tag. Nach dem dritten Plattfuß ungefähr bei Kilometer 180 sind wir auf den Steinen wirklich spazieren gefahren. Da wo Sand war,
haben wir gepusht – ansonsten waren wir wie auf rohen Eiern unterwegs.
Das war ein wilder Ritt! Und hier im Ziel sind wir jetzt Vierte – damit
hätte ich nie gerechnet!“
Auch Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk hatten es schwer.
Das polnisch-deutsche Duo kämpfte ebenfalls mit Plattfüßen, insgesamt vier.
Angesichts dreier
Ersatzreifen mindestens einer zu viel.
Den fehlenden gab es von einem Konkurrenten.
Zwischendurch wurde ein Pneu noch zweimal geflickt.
Das Ziel reicheten sie mit 37 Minuten Rückstand in der Tageswertung.
Timo Gottschalk:
„Das
war der reine Kampf ums Überleben. Heute fehlt mir – ehrlich gesagt –
das Verständnis für die Routengestaltung. Es gab nur Steine, nur Trial. Wie man
dort
mit nur drei Ersatzrädern durchkommen soll, ist mir ein Rätsel.
Die Buggys fahren einfach drüber, ohne Probleme. Die
Allradler hatten nur zu kämpfen. Wir mussten zweimal flicken. Dann spendierten uns Teamkollegen einen neuen Reifen.
Tausend Dank dafür! So
konnten wir die Prüfung beenden.“
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| Nasser Al-Attiyah and Matthieu Baumel im Toyota Hilux. Foto: Flavien Duhamel |
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| Den Tagessieg holte sich Stephane Peterhansel (X-raid Mini Team). Foto: Flavien Duhamel |
Endergebnis Etappe 9 (Autos)
1. Stephane Peterhansel Mini 4:50:27
2. Nasser Al-Attiyah Toyota +0:12:00
3. Giniel De Villiers Toyota +0:12:19
4. Yazeed Al-Rajhi Toyota +0:12:44
5. Brian Baragwanath Century +0:13:51
2. Nasser Al-Attiyah Toyota +0:12:00
3. Giniel De Villiers Toyota +0:12:19
4. Yazeed Al-Rajhi Toyota +0:12:44
5. Brian Baragwanath Century +0:13:51
Dies Foto stammt von Etappe 8 doch es zeigt die eindrucksvolle Landschaft in Saudi Arabien. Stephane Peterhansel and Edouard Boulanger in ihrem Mini Buggy vom Team
X-Raid Mini JCW auf der Etappe zwischen Sakaka and Neom. Foto: Eric Vargiolu
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Tim & Tom
Diese Fotos hat uns das Brüderpaar Coronel direkt von der Dakar geschickt.
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| Toby Price (Red Bull KTM Team) noch vor seinem Unfall. Foto: Flavien Duhamel |
Neues von den Motorrädern
Auf der 9. Etappe gab es für das Team Red Bull KTM einen herben Rückschlag.
Topfavorit Toby Price musste aufgeben.
Der Dakar-Sieger von 2016 und 2019 war bereits auf Etappe 7 gestürzt.
Ein weiterer Sturz auf dieser. Etappe verletzte den Australier schwer.
Er liegt jetzt im Krankenhaus.
Mit zwei gebrochenen Handgelenken, lädierter Schulter und Fußverletzungen.
Auch Husqvarna-Biker Luciano Benavides brach sich einen Arm.
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