An diesem Sonntag startet die nächste Ausgabe der legendären Dakar in Dschidda, der wichtigsten Hafenstadt von Saudi-Arabien
Eine spannende Rallye, auch für Dirk von Zitzewitz: Der norddeutsche
„Dakar“-Sieger von 2009 ist vom 03. bis 15. Januar an der Seite des saudischen Rennfahrers
Yazeed Al-Rahjiin in dessen arabischem Gastgeberland mit dabei. Für viele ist die Startnummer 303 ein Geheimfavorit auf den Sieg.
von Achim Stahn
Das Deutsch/Arabische Duo rollt mit großen Hoffnungen in die
härteste Rallye.
Das Ziel beider ist ein Platz unter den ersten Drei.
Mit einem Sieg würde ein weiterer Traum in Erfüllung gehen.
Dirk von Zitzewitz und Yazeed Al-Rahjiin
Bei dieser erbarmungslosen Wüstenrallye setzen sie
auf drei Dinge:
- den Heimvorteil
- die bewährte Zusammenarbeit
miteinander
- ihren nagelneuen Toyota Hilux
Zuletzt machten sie bei der Baja Ha'il Mitte Dezember die
Top-Favoriten nervös.
Die gilt es auch bei der Dakar 2021 zu schlagen.
Dazu gehören:
- Dakar-Legende Stéphane Peterhansel + Edouard Boulanger
(X-raid-Mini)
- Nasser
Al-Attiyah mit Navigator Matthieu Baumel (Toyota Hilux)
- Carlos Sainz + Lucas Cruz (X-raid-Mini)
Dazu kommt ein großer erweiterter Favoritenkreis wie:
- Giniel de Villiers + Alex Haro
Bravo (Toyota Hilux)
- Bernhard Ten Brinke + Tom Colsoul (Toyota Hilus)
- Jakub
„Kuba“ Przygonski + Timo Gottschalk (Toyota Hilux)
Mit Prodrive betritt ein neues Team die
„Dakar“-Bühne.
Sebastien Loeb fährt 2021
eines der dort entwickelten Allradler.
Der 46-jährige Franzose startet im neuen Team Bahrain Raid Xtreme (BRX).
Unterstützt wird er in einem zweiten Prodrive von Joan „Nani“ Roma.
Der gewann die Dakar auf dem Motorrad
und im Auto, ist seit 1996 mit dabei.
Der 3,5 Liter Twin Turbo im T1 von Prodrive (1.850 kg) leistet 400 PS.
Yazeed Al-Rahjiin und Dirk von Zitzewitz auf Wüstenfahrt
Viel Sand: die Route durch Saudi-Arabien
Von Dschidda führt der Weg zunächst durch südliche Gefilde.
Damit auch durch das berühmt-berüchtigte „Empty Quarter“:
mit 650.000 Quadratkilometern die größte Sandwüste weltweit.
Nach dem Zwischenspiel in der
Rub-al-Chali-Wüste geht's gen Norden.
Am
09. Januar steht in Ha'il der einzige Ruhetag an.
Nördlich schließt sich
der „Dakar“-Kreis in der zweiten Woche.
Mit viel Sand, Dünen, weiten Flächen, kargen Landschaften, Steinen,
Geröll und Bergpassagen.
Angesichts vieler ausgetrockneter
Flussbetten sowie zahlreicher Wegkreuzungen fahrerisch und navigatorisch eine echte Herausforderung.
Auch angesichts neuer
Regeln.
Denn erstmals wird bei der Dakar ein elektronisches Roadbook
verwendet.
Fest im Auto verbaut ersetzt der Tablet-Computer die
Papier-Version des bisherigen Notebooks.
Das wird jedoch als versiegelter Umschlag
für den Notfall mitgeführt.
Die wichtigsten Fakten zur Dakar 2021
- Längste Tagesprüfung: Etappe 11 (al-'Ula–Yanbu) = 511,00 km
- härtester Tag: Etappe 06 (Buraida–Ha'il) mit knapp 6 Std. Prüfungdauer
- größte Tagesdistanz: Etappe 04 (Wad ad-Dawasir–Riad) = 813,00 km
-
Marathon-Tag: zwischen Etappe 07 (Ha'il–Sakaka) und 08 (Sakaka–Neom) ohne Service, die Teilnehmenden müssen alles alleine machen
- Gesamtdistanz: 7.652 km, davon 4.676 km „gegen die Uhr“
Dirk von Zitzewitz checkt die Reifen
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