Auffällige Muster, knallige Farben, filigrane Dekore, Carbonoptik oder matte Effekte: mit Folieren sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt
Wem die Farbe seines Autos nicht mehr
gefällt, hat drei Möglichkeiten: Neukauf, Neulackierung oder Folie. Letztere wird über den vorhandenen Lack des Autos gezogen und lässt
sich später einfach wieder abziehen.
von HaJo Rummel
Doch nicht nur der Karosserie kann man so zu einem neuen Ansehen verhelfen.
Manche Autobesitzer finden auch getönte Scheiben sportlich und schick.
Manche Autobesitzer finden auch getönte Scheiben sportlich und schick.
Andere schätzen deren Schutz vor Sonnen- und UV-Strahlung.
Im Zubehörhandel gibt es dazu ein breites Sortiment von Tönungsfolien.
Karsten Graef von TÜV SÜD in München
„Zulässig sind nur Folien mit Bauartgenehmigung. Sonst erlischt die Betriebserlaubnis.“
Bei Tönungsfolien bedeutet dies im Allgemeinen:
Bei Tönungsfolien bedeutet dies im Allgemeinen:
Windschutzscheibe und vordere Seitenscheiben sind tabu.
Ab Werk getönte Windschutzscheiben sowie die vorderen Seitenscheiben müssen innerhalb des 180-Grad-Sichtfeldes des Fahrers eine Lichtdurchlässigkeit von mindestens 70 Prozent aufweisen.
Das soll sicherstellen, dass für andere Verkehrsteilnehmer ein Blickkontakt zum Fahrer möglich ist und der seinerseits ungehinderte Sicht besitzt.
Diese Vorschrift erfüllen jedoch nur klare oder leicht getönte Wärmeschutzverglasungen.
Diese Vorschrift erfüllen jedoch nur klare oder leicht getönte Wärmeschutzverglasungen.
Im Zweifel fachmännischen Rat, etwa bei TÜV einholen.
Tönungsfolien: wo und wie
Vereinfacht gesagt sind Tönungsfolien im vorderen Fahrzeugbereich bis auf einen maximal 10 cm breiten Streifen am oberen Rand der Windschutzscheibe tabu.
Auch dieser Sonnenschutz ist meist schon ab Werk vorhanden.
Sie dürfen nur auf die Seitenscheiben ab der B-Säule oder die Heckscheibe.
Bei stark verdunkelten Heckscheiben ist der rechte Außenspiegel Pflicht.
Achtung: Beim Rangieren nachts auf eingeschränkte Sicht einstellen.
Karsten Graef von TÜV SÜD in München:
„Grundsätzlich sollte man die Montage der hauchdünnen Folien besser Fachleuten überlassen. Es erfordert schon eine gewisse Erfahrung, um unschöne Falten oder Risse zu vermeiden. Das neue Make-up kostet zwischen 500 und mehreren tausend Euro, man lässt sich also in mehreren Werkstätten ein Angebot machen und schaut sich bereits folierte Fahrzeuge an, um keine Enttäuschung zu erleben“.
Zwar müssen auch bei Folierungen für Faltenfreiheit Autoteile demontiert werden.
„Grundsätzlich sollte man die Montage der hauchdünnen Folien besser Fachleuten überlassen. Es erfordert schon eine gewisse Erfahrung, um unschöne Falten oder Risse zu vermeiden. Das neue Make-up kostet zwischen 500 und mehreren tausend Euro, man lässt sich also in mehreren Werkstätten ein Angebot machen und schaut sich bereits folierte Fahrzeuge an, um keine Enttäuschung zu erleben“.
Zwar müssen auch bei Folierungen für Faltenfreiheit Autoteile demontiert werden.
Doch im Gegensatz zur kompletten Neulackierung werden Scheinwerfer, Fenster, Leuchten, Dichtungen und dergleichen nicht erst demontiert und später wieder angebracht.
Zeitintensive Arbeiten, die ins Geld gehen.
In der Regel sind Folierungen 30 bis 50 Prozent günstiger als eine Komplettlackierung.
Etwaige Schrammen und Kratzer lassen sich bei folierten Karosserien leichter ausbessern.
Etwaige Schrammen und Kratzer lassen sich bei folierten Karosserien leichter ausbessern.
Ist z.B. ein Kotflügel angeschrammt, wird die beschädigte Folie abgezogen und neu foliert.
Für solche Fälle Hersteller plus Farb- und Chargennummer der Folie notieren.
So passt die Reparatur farblich perfekt.
Trotzdem sind Farbprobleme möglich.
Denn Witterungseinflüsse und UV-Strahlen lassen Farben verblassen.
Die Haltbarkeit
Folien sind in der Regel nur eine temporäre Veränderung am Auto.
Nach circa fünf Jahren sind Ablösungen im Kantenbereich, Schrumpfungen und Versprödungen nicht ungewöhnlich.
Eine konventionelle Lackierung hält hingegen über Jahrzehnte.
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