„So geht Vision Zero nicht“: Bundesratsbeschluss zum Motorradführerschein für Pkw-Fahrer geht in die falsche Richtung
Heute stimmte der Bundesrat für einen Vorschlag der Bundesregierung, nach dem Inhaber eines Pkw-Führerscheins der Klasse B mit geringem Aufwand und ohne Prüfung auch leichte Motorräder der Klasse A1 bis 125 Kubikzentimeter Hubraum fahren dürfen.
Voraussetzung ist nur ein Mindestalter von 25 Jahren und fünf Jahre Führerscheinbesitz.
Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) äußert Bedenken zur Verkehrssicherheit und empfiehlt unterstützende Präventionsmaßnahmen wie z.B. regelmäßige Fahrsicherheitstrainings.
DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig fand deutliche Worte zum Beschluss:
„Motorradfahrer gehören zu einer Hochrisikogruppe und brauchen daher eine gute Fahrausbildung. Autofahrer ohne unabhängige Prüfung der Fahrfertigkeiten auf Motorräder zu lassen, ist fahrlässig und wiegt keinen erhofften Mobilitätsgewinn auf. So geht Vision Zero nicht!“
Für die Berechtigung zum Fahren der Klasse A1 müssen Besitzer eines Pkw-Führerscheins lediglich eine Schulung mit neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten aus Theorie und Praxis absolvieren.
Die DVW hatte schon zum Verordnungsentwurf unter anderem angemerkt, dass das hohe Risiko nicht berücksichtigt wurde.
Motorräder haben eine mehr als 20x höhere fahrleistungsbezogene Unfallwahrscheinlichkeit als Pkw.
Fahrer sind relativ ungeschützt mit höherem Tempo unterwegs = Gefahr schwerer Unfallfolgen.
Etwa 70 Prozent der Unfälle mit bis zu zwei Beteiligten haben Biker verursacht.
Das lässt auf viele Fahrfehler schließen, selbst bei langjährigen Fahrern.
Darum bietet die DVW auch für Motorradfahrer Sicherheitstrainings an.
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Verkehrsrecht und mehr
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achim.stahn@interpress-ipr.de
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| Das lohnt sich immer: ein Fahrsicherheitstraining, zum Beispiel bei der Deutschen Verkehrswacht |
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Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) äußert Bedenken zur Verkehrssicherheit und empfiehlt unterstützende Präventionsmaßnahmen wie z.B. regelmäßige Fahrsicherheitstrainings.
DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig fand deutliche Worte zum Beschluss:
„Motorradfahrer gehören zu einer Hochrisikogruppe und brauchen daher eine gute Fahrausbildung. Autofahrer ohne unabhängige Prüfung der Fahrfertigkeiten auf Motorräder zu lassen, ist fahrlässig und wiegt keinen erhofften Mobilitätsgewinn auf. So geht Vision Zero nicht!“
Für die Berechtigung zum Fahren der Klasse A1 müssen Besitzer eines Pkw-Führerscheins lediglich eine Schulung mit neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten aus Theorie und Praxis absolvieren.
Die DVW hatte schon zum Verordnungsentwurf unter anderem angemerkt, dass das hohe Risiko nicht berücksichtigt wurde.
Motorräder haben eine mehr als 20x höhere fahrleistungsbezogene Unfallwahrscheinlichkeit als Pkw.
Fahrer sind relativ ungeschützt mit höherem Tempo unterwegs = Gefahr schwerer Unfallfolgen.
Etwa 70 Prozent der Unfälle mit bis zu zwei Beteiligten haben Biker verursacht.
Das lässt auf viele Fahrfehler schließen, selbst bei langjährigen Fahrern.
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