Klingt nicht gerade verlockend: das autonome Auto fährt uns direkt in den Stau
Alle reden vom Autonomen Fahren, doch was viele nicht bedenken: wir werden damit noch mehr zum gläsernen Menschen, denn zwielichtige Gesellen oder ein autoritärer Staat rund um die Uhr überwachen kann ... und auch wird. Denn die Angst vor dem Bürger war dort oben schon immer groß. Die DDR ist da ein hervorragendes Beispiel, das wir alle genau kennen.
Doch das ist nocht nicht alles, denn die von Industrie und Politik so vollmundig versprochene grenzenlose Mobilitätsfreiheit scheint in eine ganz andere Richtung zu rollen.
Als Problemlöser für die Mobilität von morgen in der Innenstadt werden sie bewertet.
Doch inzwischen kommt eine weitere Untersuchung zu einem ganz anderen Ergebnis.
- Autonom fahrende Taxis und Shuttle-Fahrzeuge haben einen massiven Anstieg des innerstädtischen Autoverkehrs zur Folge
- der öffentliche Nahverkehr bekommt Konkurrenz-Probleme
Bereits 2018 hatte eine gemeinsame Untersuchung von Weltwirtschaftsforum und Boston Consulting Group (BCG) ergeben, dass selbstfahrende Autos das Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Umweltbelastung in innerstädtischen Bereichen nicht vermindern, sondern noch verschlimmern.
Deloitte hat der Studie ein quantitatives Mobilitätsmodell zugrundegelegt, in das unter anderem Bewegungsmuster, Bevölkerungsstruktur und Pendlerverflechtungen in 109 deutschen Städten sowie eine repräsentative Online-Befragung mit über 2000 potenziellen Nutzern zu Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für autonome Fahrdienste einflossen
Das bedeutet:
- viele Autos sind bereits vollautonom unterwegs
- ein großer Teil gehört nicht Privatpersonen sondern Mobilitätdienstleistern
- letztere betreiben große Flotten von autonomen Taxis und Shuttles
- sie bieten Fahrten von Tür zu Tür an
- dieses Angebot führt zu starken Preissenkungen für Mobilität
- so soll der km mit dem Robotaxi (1 bis 2 Passagiere) 34 Cent kosten
- so soll der km mit dem Roboshuttle (Sammeltaxi, bis 4 Passagiere) 15 Cent kosten
- Diese Verkehrsmittel sind jederzeit und ohne große Wartezeit verfügbar.
- Sie bringen ihre Fahrgäste von Tür zu Tür.
Ein Robotaxi wird achtmal günstiger als ein normales Taxi heute sein.
Der Kilometerpreis liegt um 25 Prozent unter dem eines privaten Mittelklasseautos.
Preis durchschnittlicher Arbeitsweg (ca. 10 km) mit dem Roboshuttle: 1,50 Euro.
Das wäre deutlich billiger als die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ließe man den Marktkräften freien Lauf, wären 2035 rund 740.000 autonome Fahrzeuge in Städten unterwegs = das Zwölffache der heutigen Taxiflotte.
Jeder dritte Weg würde somit in autonomen Fahrdiensten zurückgelegt werden.
Der Preiswettbewerb wird:
- das private Auto verdrängen (von heute 49 auf 32 Prozent im Jahr 2035)
- die Nutzung des ÖPNV wird von 20 auf 14 Prozent sinken
- die Nutzung von Fahrrad und Fußweg soll von 31 auf 21 Prozent zurückgehen
Na, da macht der massive Ausbau der Fahrradwege natürlich Sinn.
Damit sinkt der Verkehrsfluss und das Staurisiko wird deutlich erhöht
2. Entsprechend sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit um 10 Prozent.
Die morgendliche Fahrtzeit zur Arbeit und retour wird so länger werden
Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Verkehrsrecht etc.
Einfache Themensuche
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken
Interessantes senden an:
achim.stahn@interpress-ipr.de
![]() |
| Grafik: Goslar Institut |
Doch das ist nocht nicht alles, denn die von Industrie und Politik so vollmundig versprochene grenzenlose Mobilitätsfreiheit scheint in eine ganz andere Richtung zu rollen.
Als Problemlöser für die Mobilität von morgen in der Innenstadt werden sie bewertet.
Doch inzwischen kommt eine weitere Untersuchung zu einem ganz anderen Ergebnis.
„Urbane Mobilität und autonomes Fahren im Jahr 2035“
So beurteilt diese aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte die Situation wie folgt:- Autonom fahrende Taxis und Shuttle-Fahrzeuge haben einen massiven Anstieg des innerstädtischen Autoverkehrs zur Folge
- der öffentliche Nahverkehr bekommt Konkurrenz-Probleme
Bereits 2018 hatte eine gemeinsame Untersuchung von Weltwirtschaftsforum und Boston Consulting Group (BCG) ergeben, dass selbstfahrende Autos das Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Umweltbelastung in innerstädtischen Bereichen nicht vermindern, sondern noch verschlimmern.
Deloitte hat der Studie ein quantitatives Mobilitätsmodell zugrundegelegt, in das unter anderem Bewegungsmuster, Bevölkerungsstruktur und Pendlerverflechtungen in 109 deutschen Städten sowie eine repräsentative Online-Befragung mit über 2000 potenziellen Nutzern zu Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für autonome Fahrdienste einflossen
„Revolution der Mobilität“
Davon gehen die Verfasser der Deloitte-Studie im Jahr 2035 aus.Das bedeutet:
- viele Autos sind bereits vollautonom unterwegs
- ein großer Teil gehört nicht Privatpersonen sondern Mobilitätdienstleistern
- letztere betreiben große Flotten von autonomen Taxis und Shuttles
- sie bieten Fahrten von Tür zu Tür an
- dieses Angebot führt zu starken Preissenkungen für Mobilität
- so soll der km mit dem Robotaxi (1 bis 2 Passagiere) 34 Cent kosten
- so soll der km mit dem Roboshuttle (Sammeltaxi, bis 4 Passagiere) 15 Cent kosten
- Diese Verkehrsmittel sind jederzeit und ohne große Wartezeit verfügbar.
- Sie bringen ihre Fahrgäste von Tür zu Tür.
„Roboshuttle günstiger als Taxi und ÖPNV“
Ein Robotaxi wird achtmal günstiger als ein normales Taxi heute sein.
Der Kilometerpreis liegt um 25 Prozent unter dem eines privaten Mittelklasseautos.
Preis durchschnittlicher Arbeitsweg (ca. 10 km) mit dem Roboshuttle: 1,50 Euro.
Das wäre deutlich billiger als die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ließe man den Marktkräften freien Lauf, wären 2035 rund 740.000 autonome Fahrzeuge in Städten unterwegs = das Zwölffache der heutigen Taxiflotte.
Jeder dritte Weg würde somit in autonomen Fahrdiensten zurückgelegt werden.
Der Preiswettbewerb wird:
- das private Auto verdrängen (von heute 49 auf 32 Prozent im Jahr 2035)
- die Nutzung des ÖPNV wird von 20 auf 14 Prozent sinken
- die Nutzung von Fahrrad und Fußweg soll von 31 auf 21 Prozent zurückgehen
Na, da macht der massive Ausbau der Fahrradwege natürlich Sinn.
Zwei wesentliche Folge-Effekte sein
1. Die Anzahl der Fahrzeuge, die zeitgleich auf unseren Straßen fahren, nimmt zu.Damit sinkt der Verkehrsfluss und das Staurisiko wird deutlich erhöht
2. Entsprechend sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit um 10 Prozent.
Die morgendliche Fahrtzeit zur Arbeit und retour wird so länger werden
Tipps zur Blog-Nutzung
Alles rund um Mobilität: Autos, Bikes, Räder,Nutzfahrzeuge, Insider-Tipps, Verkehrsrecht etc.
Einfache Themensuche
1. oben im Blog mit der Lupe
(Suchwort eingeben, alles dazu wird gezeigt)
2. Kästen am Textende anklicken
Interessantes senden an:
achim.stahn@interpress-ipr.de

Kommentare
Kommentar veröffentlichen