Tempolimit nein Danke: Mobil in Deutschland e.V. und AvD vereint gegen diesen Unsinn von Auto-Gegnern
Jetzt haben sich der „älteste“ und der „jüngste“ deutsche Automobilclub, der Automobilclub von Deutschland e.V. (1899) und Mobil in Deutschland e.V. (2009) zusammengeschlossen und mit dem Kommunikee „Deutschland braucht kein Tempolimit“ ein gemeinsames Statement veröffentlicht.
Insgesamt vertreten die beiden Automobilclubs über 1,5 Mio. Mitglieder.
Gemeinsam wollen sie gegen das derzeitige Autobashing vorgehen.
Denn das beeinträchtigt unsere Mobilität und diskreditiert das Auto als Verkehrsmittel Nr. 1.
Anton Hofreiter, Fraktionschef der Grünen, hat sich den Kampf für ein Tempolimit offenbar zur Lebensaufgabe gemacht.
Daher wundert es nicht, dass die Grünen, nachdem sie nicht in der Regierung sitzen, jetzt fortgesetzt versuchen, ihre Politik gegen das Auto auf anderen Wegen durchzusetzen.
Die deutschen Autofahrer sprechen sich jedoch mehrheitlich gegen ein Tempolimit aus.
Nicht zuletzt, weil es hierfür auch keine stichhaltigen Gründe gibt.
Wichtigste Tatsachen:
- Deutschland hat die sichersten Straßen
- Deutschland hat die besten Autobahnen
- Deutschland hat Autofahrer, die mit langsamem und schnellem Tempo sehr gut umgehen können.
Das zeigt auch die seit Jahren zurückgehende Zahl der Unfälle innerorts wie außerorts.
Deutschland beklagt nur 1,6 Verkehrstote bei 1 Milliarde Fahrzeugkilometern auf den Autobahnen.
Das ist Niedrigstrekord.
Nahezu alle anderen europäischen Länder mit Tempolimit liegen hier deutlich darüber.
Offenkundig existiert also keine zwingende Verbindung zwischen Tempolimit und Verkehrstoten.
Auch wenn uns das grüne Weltverbesserer immer und immer wieder vorbeten.
Obwohl sie wegen der Aktenlage genau wissen, dass sie lügen.
Es bleibt sogar zu befürchten, dass es bei uns mit einem Tempolimit wieder mehr Tote und Verletzte geben könnte.
Denn bei sinkender Aufmerksamkeit ist das ganz normal.
Tempolimit = Klimaschutz = eine weitere grüne Lüge
Das immer wieder von Befürwortern angeführte Argument des Klimaschutzes rechtfertigt die Einführung eines Tempolimits ebenfalls nicht.Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen würden die gesamten CO2-Emissionen in Deutschland durch ein generelles Tempolimit von 120 km/h allenfalls um 0,27 Prozent sinken.
Tempo 130 km/h hätte gar keinen Effekt, also ein „Null Effekt“.
Ein weiteres Argument gegen ein Tempolimit.
Es geht den Grünen und einigen NGOs somit nicht um Fakten, sondern:
- lediglich um die Beschneidung der Mobilität
- um eine fortgesetzte Politik gegen das Auto
Das ist angesichts drohender Rezession und schwacher Konjunkturdaten gerade im Automobilbereich mehr als fahrlässig.
Lutz Leif Linden, Generalsekretär des Automobilclub von Deutschland:
„Auf freier Strecke, zum Beispiel einer freien, und nahezu leeren Autobahn, sollte der mündige Bürger die Möglichkeit haben, strafffrei mit höherer Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Eine generelle Diskreditierung aller Schnellfahrer als `Raser´ ist sowieso unangebracht und unseriös. Jeder Verkehrsteilnehmer ist in der Pflicht, sein Tempo entsprechend der Verkehrssituation zu wählen.“
Dr. Michael Haberland, Präsident von Mobil in Deutschland e.V.:
„Null Effekte beim Tempolimit, wir gewinnen nichts, verlieren nur ein weiteres Stück Freiheit. Nichts spricht gegen zügiges und sicheres Fahren, das wir so seit 66 Jahren kennen und lieben.“
Die wichtigsten Argumente gegen ein generelles Tempolimit auf den deutschen Autobahnen
1. Aktuelle Situation
Aktuelles Straßennetz (Autobahn, Landstraßen, Stadt): rund 644.000 kmAutobahnlänge Ende 2018 laut Statistisches Bundesamt: 13.009 km (= Anteil von 2 Prozent)
Bereits tempobeschränkte Autobahnen: 3.900 km (30 Prozent)
Auf den restlichen gut 9.100 Kilometern gilt Richttempo 130 km/h.
Anteil der Straßen ohne gesetzliche Tempobegrenzung im deutschen Straßennetz: 1,4 Prozent
2. Verkehrssicherheit
Seit Jahren weisen Statistiken mehrspurige Fernstraßen (Autobahnen) als sicherste aus.Gesamtzahl der auf Autobahnen zu Tode gekommenen Personen: nur 11,1 Prozent.
Unfälle mit Personenschäden
- auf Bundesautobahnen: 6,2 Prozent
- innerorts: 69,3 Prozent
- auf Landstraßen: 24,4 Prozent
Auch im internationalen Vergleich weisen unsere Autobahnen beim Verhältnis der kumulierten Fahrleistungen zu Unfallereignissen mit Personenschäden und Sterbefällen regelmäßig Bestwerte auf.
Trotz des in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsenen Anteils ausländischer Verkehrsteilnehmer, insbesondere aus Ost- und Südosteuropa.
Hätte ein generelles Tempolimit den angeblichen Sicherheitseffekt, müssten Länder mit Tempolimit bei den Unfallstatistiken mehrheitlich besser abschneiden.
Das ist aber nicht generell der Fall.
Verkehrstote pro 1 Milliarde Fahrkilometern:
- Deutschland 1,6
- Frankreich: 1,7
- Spanien: 2,6
- Italien: 3,1
- Polen: 4,8
Nach Einschätzung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist eine Unterforderung des Autofahrers ebenso kritisch zu bewerten, wie eine Überforderung:
- sie würden unkonzentriert
- sie werden nachlässig
- lenken sich gar mit anderen Tätigkeiten ab
- sie würden schläfrig
3. Umweltschutz
Wenig plausibel ist, dass die Einführung einer generellen Tempobeschränkung auf weiteren 1,4 Prozent des deutschen Straßennetzes einen relevanten Effekt auf die CO2-Emissionen und damit auf den Klimaschutz haben soll.Zumal bei der Angabe des Einsparungspotenzials offensichtlich von der falschen Annahme ausgegangen wurde, dass auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit alle Autofahrer permanent mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs sind.
Die Realität zeigt ein anderes Bild.
Nicht selten ist die Verkehrsdichte auf den fraglichen Strecken so hoch, dass ohnehin kaum mehr als Richtgeschwindigkeit gefahren werden kann.
Lässt die Verkehrslage dann doch einmal auch mehr zu, wird dies nur von einem Teil genutzt.
Augenscheinlich ist eine deutliche Mehrheit auch dann in einem Tempobereich zwischen 120 und 140 km/h unterwegs, wenn mehr erlaubt und möglich wären.
Ein deutliche Maßnahme für den Umweltschutz ist die Stauvermeidung.
Schneller durchgeführte Straßenarbeiten würden da sehr viel bringen.
4. Antriebswahl
Tempolimit-Befürworter führen an, dass sich umweltschonende Effekte durch ein generelles Tempolimit auch einstellen, weil dadurch verstärkt kleinere und schwächer motorisierte Fahrzeuge gekauft werden.Autokäufe in Tempolimit-Ländern wie Großbritannien, Österreich oder Schweiz widerlegen dies.
Dort existieren seit Jahrzehnten streng überwachte, generelle Tempolimits.
Mit drakonischen Strafen für Temposünder.
Trotzdem erfreuen sich leistungsstarke Modelle auf diesen Märkten großen Beliebtheit.
Oftmals liegen die absoluten Verkaufszahlen von Sportmodellen (z.B. Audi RS, BMW M, Mercedes-AMG, VW Golf R oder Renault Clio Sport) über denen auf dem deutschen Markt.
5. Verkehrsfluss
Bereits heute sind rund ein Drittel der limitierten Autobahnabschnitte mit einem variablen Tempolimit belegt, das- über Verkehrsbeeinflussungsanlagen die zulässige Höchstgeschwindigkeit den jeweiligen Witterungs- und Verkehrsverhältnissen anpasst
- den Verkehrsfluss beeinflusst
Ein starres generelles Tempolimit kann das nicht leisten.
AvD und Mobil in Deutschland e.V. befürworten ein der Verkehrslage angepasstes Tempo.
Dazu muss auch in Zukunft gehören, dass der mündige Bürger die Möglichkeit hat, strafffrei mit höherer Geschwindigkeit unterwegs zu sein – z.B. bei guten Wetterbedingungen auf freien Autobahnen.
6. Schallschutz
Der mögliche Nutzen eines generellen Tempolimits für den Lärmschutz erscheint fraglich, da bereits bei Landstraßentempo das Abrollgeräusch der Reifen erheblich ist.Nach aktuellem Stand der Technik senken bauliche Maßnahmen wie:
- Verwendung spezieller Asphaltsorten („Flüsterasphalt“)
- Errichtung von Lärmschutzwänden
die Geräuschbelastung für Anwohner erheblich effektiver.
Daher bevorzugt die überwiegende Zahl der Kommunen, Städte und Kreise diese Maßnahmen gegenüber einem Tempolimit.
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