Ratgeber: so verändert das Internet das Sammeln von Modellautos

Eine der großen Errungenschaften des Internets ist, dass sich auch die kleinsten Nischenmärkte präsentieren können. Davon profitieren alle: die großen Anbieter, aber auch der „kleine“ Sammler. Die Welt der Modellautos ist und wird ebenfalls stark vom digitalen Zeitalter beeinflusst.

Die Dinky Toys Autos aus Druckguss sind bei Sammlern besonders beliebt


Online-Auktionen sind beliebt (z.B. bei Catawiki), Sammler sind immer weniger auf Messen unterwegs.
Unter‘m Strich bringen diese Veränderungen viele spannende Neuerungen.
Denn neue Sammler kommen dazu und das Interesse an Modellautos steigt somit.


Wir sprachen mit dem Modellauto-Experten Michael Michalak über dieses spannende Sammlergebiet, die wiederentdeckte Begeisterung und die Gewohnheiten langjähriger Sammler.


1. Was hat sich beim Sammeln von Modellautos verändert, seitdem es das Internet gibt?

Michael Michalak:
In erster Linie hat das Internet den Modellautomarkt erweitert und das Sammeln einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.
So wird die Suche nach seltenen Modellen viel einfacher.
Früher musste man sich dafür auf Tauschbörsen herumtreiben.
Inzwischen ist es auch viel einfacher geworden, Modelle aus anderen Ländern zu kaufen.
Das ist natürlich großartig.
So findet man noch besser die seltenen und besonderen Modelle.

Ein Paradebeispiel dafür ist die The Peter Monteverdi Collection, die wir aktuell auf Catawiki versteigern.
Viele der Modelle sind sehr selten, stammen aus den Anfängen der Modellautoherstellung.
Also sehr alte Modelle aus Kunstharz und Blech.
Eine anderes schönes Beispiel ist die Dinky Toys und Corgi Toys-Auktion.
Das Internet gibt uns die Möglichkeit, verschiedenste Modelle an einem Ort anzubieten, das zieht viele Käufer und Verkäufer an.
Zusätzlich haben beide Gruppen durch Social Media die Möglichkeit, in Kontakt zu treten und sich über verschiedene Modelle auszutauschen.


Aus der Peter Monteverdi Collection: Jowett R4 und MG MGA Le Mans 1960


2. Hat sich die Sammlergemeinde durch das Netz verändert?

Michael Michalak:
Kurz gesagt, die Antwort ist ja.
Wir haben jetzt Leute, die Modellautos sammeln, die das vorher nicht getan hätten.
Das große Angebot von Modellautos von Firmen wie Siku, Wiking und Schuco haben die verschiedensten Personen zum Sammeln gebracht.
Vor dem Internet warben viele Hersteller nur in den Print Medien, boten dort ihre Modelle an.
Jetzt können sich die Hersteller online präsentieren.
Firmen wie Atlas, Hachette und Altaya haben es hier auf ein ganz neues Level geschafft.
Es wird auch gesellschaftlich akzeptabler, Modellautos zu sammeln.
Die Käufer werden jünger und es gibt auch immer mehr Frauen, die sich für dieses Thema interessieren.
Liebhaber von Oldtimern kaufen Modelle inzwischen in größeren Stückzahlen.


3. Welche Modellautos verkaufen sich online besonders gut?

Michael Michalak:
Es hängt wirklich von der Auktion ab.
Aber alles, was von Ferrari, BMW, Mercedes-Benz, Rolls-Royce, Porsche und anderen großen Marken kommt, läuft gut, besonders im Maßstab 1:18.
Ich sehe auch, dass neuere Modelle besser sind als ältere.
Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Käufer eine klarere Vorstellung davon haben, was sie kaufen wollen.
Zudem ist die Qualität besser und Sammler wollen gerne die neuesten Modelle.

Fünf wunderschöne Modellautos aus der Peter Monteverdi Collection


 



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