IAA 2019: Europas führende Mobilitätsplattform zeigt an 14 Tagen im September in Frankfurt ein ganz neues Konzept.

Die Zeiten ändern sich, in ihrer 120-jährigen Geschichte wurde die IAA immer mal wieder hart getroffen. 2019 ganz besonders hart. Deshalb wurde alles umgemodelt, weg von der reinen Präsentation des Modellprogramms und der Neuheiten, hin zur Mobilität der Zukunft. Ob das die Autofans würdigen, mal sehen.
von Achim Stahn



Wir mussten uns erst einmal durch komische Pressetexte des VDA kämpfen.
Oft wirr und voller haarsträubender Fehler (z.B. Audi nicht mit dabei).
So werden Geländewagen generell als Jeeps bezeichnet.
Gut für Jeep, aber auf jeden Fall total falsch.
Da wurde wohl irgendeine Agentur in einer Großstadt eingeschaltet, wahrscheinlich Rad- und Busfahrer, die nun über die schöne mobile Welt schreiben sollen.

Pardon:  IAA-Ausrichter ist doch der VDA.
Und für was steht VDA?
Richtig: Verband der deutschen Automobilhersteller.
Und da sollten sich die Schreiberlinge doch gut auskennen. Sehr gut.
Doch wahrscheinlich nur beim Schreiben hoher Rechnungen.

Egal, wir haben es soeben geschafft. Hier unser IAA-Special.

Der 12. und 13. September sind Fachbesuchertage, ab dem 14. ist die Messe dann für alle offen.

Ein neues Format ...

Dabei setzt das diesjährige IAA-Programm auf vier neue Formate:
1. IAA Conference:
Ein wesentlicher Pfeiler der neuen Autoshow mit Top-Speakern und Paneldiskussionen. Auf vier Bühnen werden die Ideen zur Zukunft der Mobilität diskutiert.

2. IAA Exhibition:
Hier werden wie immer Weltpremieren aus allen Bereichen der Mobilität gezeigt.

3. IAA Experience:
Sie bringt Fahrerlebnisse auf das Gelände, zum Beispiel mit einem spannenden Outdoor-Parcours, mit Probefahrten, einer Welt nur für Kinder (Kids’ World) oder einem flotten E-Bike Parcours.

4. IAA Career:
Richtet sich an alle Studierenden, Berufseinsteiger und Professionals. Dieser IAA-Bereich sorgt für neues Wissen und Kontakte in der vielseitigen Branche.
Damit ist die IAA nicht mehr nur Showbühne, sondern auch Netzwerk-, Diskussions- und Demonstrationsfläche. Der Plattformcharakter zielt auf die Vernetzung von Automobilherstellern, Zulieferern, Digitalunternehmen, Mobilitätsdienstleistern und Start-ups als Akteure des überstürzten neuen Mobilitätszeitalters.

„Mit der diesjährigen IAA machen wir die Zukunft der Mobilität mehr denn je erlebbar. Mobilität soll hier für alle anzufassen sein, zu riechen, zu fühlen und zu spüren“, so VDA-Geschäftsführer Dr. Martin Koers.
Na ja, das hätte er besser formulieren sollen, sogar müssen.
Doch gesagt ist gesagt. Auch wenn es viele Lacher gibt ...



Neue Modelle testen ...

Ganz sicher die Hauptattraktion für die meisten Besucher ist der Test Drive auf dem Freigelände West (F10).
Interessierte können hier Fahrzeuge live und in Aktion erleben, Probefahrten außerhalb vom Messegelände durchführen.
Diese intensiven Fahrerlebnisse – ob auf dem Freigelände oder als Probefahrt durch die Stadt – werden mit On-Board-Cams übertragen und auf der IAA-Bühne den Zuschauern präsentiert.

Diese Marken sind mit dabei:
Audi
BMW
Ford
Hyundai
Lamborghini
Land Rover
Jaguar
McLaren
Mercedes-Benz
Mini
Opel
Polestar (e-Tochter von Volvo)
Porsche
Range Rover
Renault
Seat
Skoda
Smart
Volkswagen
dazu noch einige Spezialisten
etliche Marken aus China mit sehr günstigen E-Autos, die Europa bald überschwemmen.

Offroad Parcours ...

Das über 4.000 Quadratmeter große Fahrgelände auf der Freifläche der Agora hat drei Strecken auf insgesamt 180 Meter Wegstrecke.
Hervorragend zum Kennenlernen und Ausprobieren.
Ein Mix aus extremen Steigungen, optisch unüberquerbaren Plateauhöhen sowie Schräglagen.
Für die meisten ganz sicher eine echte Herausforderung.
Sie müssen Buckelpisten und eine rund 13 Meter lange Wippe bezwingen, jeden denkbaren Untergrund im Gelände meistern.

Profis an Bord fahren mit ihren Passagieren über den anspruchsvollen Parcours mit Passagen bis 80 Prozent Steigung.
Auch für Außenstehende beeindruckend, wenn in extremer Schräglage ein Rad freistehend in der Luft hängt.
Besonders die Wippe dürfte für Nervenkitzel sorgen.

Gefahren werden neueste Modell von:
Audi (e-Tron)
Cupra (Ateca)
Ford (Ranger Raptor)
Hyundai (Santa Fe, Tucson)
Mercedes-Benz (G, GLE)
Seat (Tarraco)
Skoda (Kodiaq, Karoq)
VW (Touareg, T-Roc, Tiguan)

E-Bike Parcours ...

Etwa 1.500 qm groß, gleich neben dem Offroad Parcours.
Hier sind E-Fahrräder zu testen und Erfahrungen auf dem E-Scooter möglich – in einem viel umfassenderen Rahmen als das im üblichen Straßenverkehr möglich ist: auch Steilkurve und Rüttelstrecke gehören dazu.


Kids World ...

Sie richtet sich speziell an Kinder und Familien.
Mit den Explorer Passes gehen die jüngsten Besucher auf eine spannende „Schnitzeljagd“, entdecken so spielerisch die Zukunft der Mobilität.
Ausstellereigene Aktionen für Groß und Klein sind auf dem gesamten Veranstaltungsgelände mit speziellen Markierungen ausgewiesen.
Zum neuen Familienticket für 35 Euro (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder) gibt es einen Gutschein für zwei kostenlose Getränke.




 

 

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