Quadratisch, praktisch und echt cool: Der neue Suzuki Jimny ist sozusagen die Mercedes G-Klasse in klein

Der Kleine fällt auf, nicht nur im speziell für ihn entwickelten Neongelb. Für Förster und Jäger ist Jungle Green perfekt. Doch ganz unabhängig davon, der neue Jimny hat das gewisse Etwas, die Präsenz eines guten Schauspielers auf der Bühne. Sein Charisma kommt nicht nur vom perfekten Styling und Auftritt, auch von seinem ehrlichen Charakter.

Beeindruckender Auftritt: Mit dem neuen Jimny ist Suzuki ein Meisterstück gelungen, das ganz sicher noch mehr Fans bei uns finden wird.   

20 Jahre dauerte es, bis Suzuki seinem kleinen Geländewagen einen komplett neuen Auftritt verschafft hat. Allein das ist ungewöhnlich im inzwischen schnelllebigen Autogeschäft. Nicht rundgeschliffen und glatt gehobelt, wie so viele trendige SUVs heute, er kommt kantig, mit sympathisch runden Scheinwerfern, schlicht und perfekt geländetauglich daher. Das bewies er uns dann auch auf einem Privatforstgelände.




Benziner hat nun 102 PS ...

Der neue Benzinmotor (1,5 statt 1,3 Liter Hubraum) macht den quadratischen Kraxler mit jetzt 102 PS (130 Nm) deutlich flotter. Damit ist er spürbar agiler als bisher, auch akustisch hält man es bei 130 km/h auf der Autobahn nunmehr gut aus (Spitze: 145 km/h).
Der Motor ohne Stopp-Start-System erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Mit Fünfgangschaltung verbraucht er im vergleichbaren Durchschnitt 6,8 Liter (CO2: 154 g/km). Die Lenkung ist ordentlich abgestimmt. „Auch perfekt für Fahrten im Unterholz“, sagt Gerrit Snater vom gleichnamigen Suzuki Autohaus.

Untersucht man den 3,64 Meter kurzen Japaner (fünf cm kürzer und vier breiter als bisher) auf seine Zweckmäßigkeit, steht schnell fest: ist sogar für eine Notnacht geeignet. Denn die Lehnen der Vordersitze lassen sich komplett flach legen, mit umgeklappten Rücksitzlehnen entsteht so eine immerhin 1,8 Meter lange Fläche.

Der Laderaum hinter den Rücksitzen ist begrenzt (85 Liter), umgeklappte Lehnen erfordern eine gute Ladungssicherung. Die gibt es für Jäger, Förster und Handwerker – zusammen rund 60 Prozent der Jimny-Fans. Für Privatkunden ist der Kleine einfach nur richtig cool. Letztere dürften diese „G-Klasse im günstigen Mini-Format“ sicher mit schwarz abgesetztem Dach gut finden. Für 330 Euro in der Ausstattung Comfort+ zu haben – kombiniert mit den Grundtönen Gelb, Beige oder Blau.


Außen kantig, Passagierabteil schlicht schwarz und sehr übersichtlich: das ist die durchgehende Linie. Auch innen gibt’s keinen Schnickschnack. Alles ist auf Offroad-Nutzung ausgelegt. Die Instrumententräger sind eckig, das Material rund um Cockpit und Armaturenträger aus kratzfestem, angerautem Kunststoff. Dazu Haltegriffe über dem Handschuhfach und an den Seiten.

Die braucht es für Mitfahrer im Gelände auch. Denn hier wird der Jimny so richtig munter, lässt die meisten hinter sich. Mit Allrad (Serie), Geländeuntersetzung und sehr standfesten Bergan- wie Bergabfahrhilfen, packt das Leichtgewicht (1.165 kg) tadellos auch sehr ausgefahrenes, steiles, abschüssiges und holpriges Gelände.

Dabei hilft der verstärkte Leiterrahmen mit Starrachsen vorne und Längslenkern. Zugelegt haben auch Böschungs- und Neigungswinkel, Bodenfreiheit und Steifigkeit. Das macht den Jimny im Gelände belastbarer, ohne Insassen zu stark durchzurütteln.
Der kleine Kraxler startet am 27. Oktober ab 17.915 Euro als Comfort, mit 4-Gang-Automatik ab 19.095 Euro. Die Metallic-Lackierung kostet 500 Euro.

Unser Fazit: Das Konzept ist hervorragend, selbst übersättigte Autotester können den Blick kaum von seinem ehrlichen Grunddesign und den pfiffigen Farbkombinationen wenden. Sabine Schömig




So fing alles einmal an: Suzuki LJ80





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