Bei der Anschaffung von Elektroautos als Dienstwagen soll es weitere steuerliche Anreize geben
Die 1-Prozent-Regel für E-Autos soll halbiert werden um den Verkauf von E-Autos zu unterstützen. Aktuell müssen Arbeitnehmer monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil
versteuern, wenn sie den Firmenwagen privat nutzen. Künftig soll es für Elektro- und Hybridfahrzeuge nur noch die Hälfte sein, also 0,5 Prozent. Klingt gut, doch da gibt es einige Fragezeichen. Große Fragezeichen.
Ob das etwas nutzt ist nämlich fraglich, denn bereits das 600 Millionen Euro schwere Paket „Prämie für E-Autos" läuft nicht besonders gut. Nach
zwei Jahren (!) Laufzeit ist gerade mal ein Sechstel der Summe aufgebraucht. Kritiker bemängeln zudem, dass die deutschen Automobilhersteller kaum E-Autos anbieten. Somit würde die Förderung vor allem ausländische Marken betreffen, allen voran Renault, Tesla natürlich ebenfalls.
Und da gibt es noch einige andere die schon im Hintergrund lauern. Zumeist echte Profis. Aus Deutschland kommen die allerdings nicht, auch wenn sie einen solchigen tragen (z.B. Borgward).
50 % weniger zahlen
Der halbierte Satz bei der Dienstwagenbesteuerung soll für alle Elektroautos gelten,
die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember
2021 entweder angeschafft oder geleast werden.
Bei der bisherigen 1-Prozent- Regel sind E-Autos für viele als Dienstwagen eher unattraktiv, auch wegen
der deutlich höheren Anschaffungskosten.Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag einen reduzierten Satz bei der Besteuerung von Dienstwagen vereinbart, das soll jetzt möglichst schnell umgesetzt werden.
Mit den steuerlichen Anreizen für E-Dienstwagen könne der Einstieg in den Massenmarkt gelingen. Daran glaubt so mancher Politiker, doch wo die Autos herkommen ist scheinbar egal.
Denn weltweit ist die Deutsche Automobilindustrie beim Thema E-Autos im Vergleich zu Frankreich oder USA eher klein. Nimmt man China in den Vergleich, dann ist Deutschland ein Zwerg – ein sehr, sehr kleiner Zwerg sogar, fast unsichtbar.
Nichts gegen Zwerge, die mögen wir doch alle, doch im Kampf gegen Riesen sind sie natürlich gefährlich für das betreffende Land. Achim Stahn

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