Die Sonne ist da, die Dächer werden geöffnet: bei Cabrios, Roadstern und Varianten mit XXL-Glasdach

Wenn die Sonne scheint, freut sich der Mensch, besonders der mit einem Cabrio. Doch das wird immer schwieriger, denn die Anzahl der bei uns angebotenen offenen Fahrzeuge wird kleiner, ganz deutlich vor allem weiter unten.




Obwohl sich immer mehr Automarken vor allem in preiswerteren Klassen zurückziehen, ist der Besitz eines Cabrios oder Roadsters weiterhin bei vielen Paaren und Singles sehr begehrt. Und ganz besonders der hier gezeigte Mazda MX-5. Rot ist eindeutig die Lieblingsfarbe vieler.     Foto: Denis Meunier

Das betrifft auch die Klappdach-Cabrios, in den unteren Preisklassen sind sie mittlerweile so gut wie ausgestorben. Ganz oben allerdings nicht, dort haben Porsche, Aston Martin, Bentley und Mercedes auch mit Stoffverdach viel zu bieten. Die italienische Sportwagenmarke Ferrari ebenfalls, die hat kürzlich ein neues Modell mit versenkbarem Hardtop vorgestellt, genannt „Portofino“. Und es ist genauso schön wie der idyllische Hafenort am Mittelmeer.
Cabrios gibt es, seit das Auto erfunden wurde, auch Daimlers berühmte Motorkutsche hatte kein Dach. Boomten Cabrios bei uns noch vor ein paar Jahren, sieht es heute leider eher mau aus. Alle sprechen nur noch vom „Sports Utility Vehicle“ – kurz SUV – das sportliche Mehrzweckfahrzeug ist total beliebt, auch bei den Frauen. Erhöhte Sitzposition, Platzangebot und Sicherheitsgefühl sind natürlich erstklassige Argumente. Daher lag es nahe, hier ebenfalls etwas mit abnehmbarem Verdeck anzubieten.



Schon vor einigen Jahren hatte das Nissan mit dem Murano Cross Cabriolet in den USA versucht, doch 2015 wurde der Viersitzer wegen Erfolglosigkeit wieder eingestellt. Eigentlich unverständlich, denn die beiden Fotos oben und rechts zeigen doch einen ganz besonderen Wagen. Manchmal ist der Grund nicht gleich ersichtlich, vielleicht war der Wagen aber nur seiner Zeit voraus.
Das hinderte Range Rover nicht, es ähnlich wie die Japaner zu machen, den SUV-Bestseller Evoque kurzerhand aufzuschneiden. Und es hat klappt, denn in diesem Preisgefüge wollen Käufer häufig etwas anderes. Zudem ist dieser offene Allrad-SUV extrem praktisch, dann z.B., wenn beim Skiurlaub die Sonne tüchtig scheint.
Ein ähnliches Modell rollt demnächst auch bei VW vom Band. Eine erste Skizze zeigen wir am Ende des Textes.



Zu den Fahrzeugen für Sonnenanbeter gehören der offene Beetle (läuft jetzt aus) und die baugleichen zweisitzigen Roadster Mazda MX-5 (ab 22.990 Euro) und Fiat 124 Spider (ab 24.990 Euro). Den Mazda gibt es statt Stoffverdeck auch als RF mit versenkbarem Klappdach (ab 28.490 Euro), Fiat hat noch den kleinen Cityflitzer 500 mit großem C in der Modellbezeichnung als schicke Cabrio-Variante anzubieten (ab 15.190 Euro). Fehlanzeige dagegen bei Peugeot, wo es vor ein paar Jahren noch attraktive Wagen mit Klappdach gab. Kein Wunder, dass sich da Autokäufer woanders umsehen.
Cabrios werden selten verschrottet, sondern in aller Regel von den Besitzern gehegt und gepflegt. Deshalb sieht man im Sommer immer wieder ältere Schätzchen auf unseren Straßen. Die stehen manchmal auch beim Händler als Gebrauchtfahrzeuge, können eine gute Alternative zum Neuwagenkauf sein. Wer so einen Wagen besitzt, wird ganz sicher hungrig auf mehr, denn das Fahren mit einem offenen Wagen kann schon süchtig machen.     Rudolf Stenzel


Start für ein neues Cabriolet auf Basis des T-Roc: Es wird ab dem ersten Halbjahr 2020 im Werk in Osnabrück gebaut, wor auch der Volkswagen Tiguan und der Porsche Cayman vom Band rollen.

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